Der Gemeinderat befasste sich in seiner Sitzung am Montagabend mit der Windenergie. Grund für die Debatte war die 17. Änderung des Regionalplans Industrieregion Mittelfranken (7).

Bei der Änderung sind durch den Planungsverband auf Weisendorfer Gebiet zwei Vorbehaltsgebiete vorgesehen. Das WK 54 westlich von Oberlindach und das Vorbehaltsgebiet WK 55 südlich von Sintmann, das auch die Gemeinden Oberreichenbach und Aurachtal betrifft. Der Gemeinderat musste deshalb einen Beschluss fassen, dass die vorgeschlagenen Gebiete in den Regionalplan aufgenommen werden und als solche auszuweisen sind.

Zwei weitere Vorschläge


Bürgermeister Alexander Tritthart (CSU) steht der Aufnahme der beiden Vorbehaltsgebiete positiv gegenüber. Nach der Diskussion waren zwei Beschlüsse notwendig, der Aufnahme stimmten alle 20 Ratsmitglieder zu. Allerdings wurde der Wunsch geäußert, noch weitere Flächen aufnehmen zu lassen.

Heinrich Süß (UWG) schlug ein weiteres Gebiet nördlich von Oberlindach vor und ein Bewohner aus Kairlindach eine Fläche nördlich seines Dorfes. In diesem Zusammenhang wies Tritthart darauf hin, dass sich Interessierte auf der Homepage des Planungsverbandes informieren und die Karten dort ansehen können.

Von dieser Fläche, dazu gab es schon ein Gespräch mit der unteren Naturschutzbehörde, waren einige Ratsmitglieder nicht gerade begeistert. Die vorgeschlagene Fläche tangiert nämlich das Naturschutzgebiet Moorhof und das Landratsamt räumte einer Verwirklichung von vorne herein keine Chancen ein. Tritthart erinnerte daran, dass Moorhof eines der bedeutendsten Vogelschutzgebiete Europas sei und auch eine Reihe von Vogelfluglinien über dieses Gebiet führen und dafür gelten gesonderte Vorschriften.

Ortssprecher Tino Zips berichtete von wissenschaftlichen Untersuchungen, die nachweisen, dass sich viele Vögel während der Nachtstunden auf die Reise machen und deshalb bei den hohen Windkraftanlagen wohl keine Chance hätten.

Auf Wunsch der Grünen, die Windkraftanlagen an geeigneten Standorten befürworten, wurde deshalb ein zweiter Beschluss formuliert, der die beiden vorgeschlagenen Flächen beinhaltete. Diesem wurde dann mit 14 gegen sechs zugestimmt.