Der Entwurf von Architekt Mario Modem zum schulischen Nutzungskonzept der Grundschule und der Sporthalle in Hannberg stieß auf Zustimmung des Gemeinderates.

Planer Mario Bodem sprach von einem besonderen Charme der Grundschule. Mit dem Altbau könne mehr gemacht werden als bei einem Neubau. Die Sanierung könne in zwei Bauabschnitten abgehandelt werden. Das erspare die Anmietung von Containern während der Baumaßnahme.

Die Schule gebe dem Planer viele Gestaltungsmöglichkeiten, die ein Neubau nicht bieten könnte. Aufgrund neuer Vorschriften müsse insbesondere der Brandschutz ertüchtigt werden. Deswegen wird die vorgestellte Entwurfsplanung in Zusammenarbeit mit Fachplanern, insbesondere zum Thema Brandschutz, überarbeitet und der Regierung von Mittelfranken zur Genehmigung und wegen Fördermöglichkeiten vorgelegt. Der Architekt schlug vor, Teile des Altbaus abzureißen, auf die drei Innenhöfe zu verzichten und diese ins Gebäude zu integrieren.


Größere Aula, ein Pausenhof

Modem rät dazu, einen der Innenhöfe in die Aula zu integrieren und mit einem gemeinsamen Dach zu versehen: Damit würde die Aula größer und höher werden. Statt der jetzt drei Innenhöfe sieht die Planung vor, einen großen und übersichtlichen Pausenhof zu gestalten.

Der südliche Teil der Schule mit den acht Klassenzimmern soll im Wesentlichen unverändert bleiben und mit einem neuen Treppenhaus sowie einem Aufzug versehen werden. Da der Wabenbau nahezu nicht gedämmt sei, schlägt Bodem vor, die Elemente auszutauschen und den Dachüberstand zurückzunehmen. "Das Erscheinungsbild soll moderner werden, die beiden Gebäudeteile farblich aufeinander abgestimmt und mit einer großzügigen Verglasung versehen werden", erklärte der Planer. Den Widerspruch von Oliver Schüßler, der Dachvorsprung würde zum Schutz der Fassade beitragen, ließ Bodem nicht gelten. So werde die Fassade nur im oberen Bereich geschützt und der größere untere Teil würde mit der Zeit vergrauen.

"Ich würde vorschlagen, den Überstand abzuschrauben und gegen die Sonneneinstrahlung Lamellen zu verwenden", riet der Architekt. Außerdem müsse beim Neuaufbau der Vorsprung gedämmt und die Wärmebrücken beseitigt werden und die Dicke des Überstandes würde dann etwa vierzig Zentimeter betragen.

Nach der Überarbeitung des Entwurfs würden die Kosten der Sanierung feststehen, beantwortete Bodem eine Frage von Manfred Bäreis (CSU). Zusammen mit dem Schulgebäude wird auch die Turnhalle und die dazugehörigen sanitären Anlagen saniert werden und die Turnhalle soll dann auch andere Fenster erhalten, "nämlich Fenster durch die man auch hindurchsehen kann, heute baut man anders", erklärte Bodem.


Helle Klassenräume

Wie es überhaupt ein Ziel sein soll, die Gebäude nicht nur farblich aufeinander abzustimmen sondern auch viel Licht in die Klassenräume zu bringen. In die Generalsanierung müssen auch Altlasten mit einbezogen werden, denn es könne durchaus sein, dass zur damaligen Zeit gesundheitsgefährdende Materialien verbaut wurden, die heute nicht mehr zugelassen sind.

Deswegen wird ein Ingenieurbüro mit der Schadstoffuntersuchung beauftragt, die Kosten werden rund 12 000 Euro betragen. Der Rathauschef wurde beauftragt, nachdem ein weiteres Angebot bis zur Sitzung noch nicht ausgewertet werden konnte, den Mindestbieter mit der Untersuchung zu beauftragen. Gegen die Generalsanierung stimmte Stefan Stiegler (SPD), der Beschluss zur Schadstoffuntersuchung fiel einstimmig.