Als Alois Köppl bei der Schützengilde 1399 Herzogenaurach ein Kreuz auf ein verschlossenes Kuvert machte, wusste er noch nicht, dass er es damit ermöglichte, seinen Titel als Vogelkönig zu verteidigen. Er folgte lediglich den Regularien des Vereins, denen zufolge beim Vogelkönigschießen die einzelnen Körperteile der Zielscheibe auf Zettel geschrieben werden, die dann jeweils einzeln in Umschläge kommen. Da Köppl auch der amtierende Vogelkönig ist, durfte er die Markierung vornehmen, nicht wissend, dass auf dem Zettel im Umschlag "linker Fuß mit Zepter" stand und dass er derjenige sein sollte, der diesen Fuß abtrennt.

Fast 600 Schuss abgegeben

Dazwischen standen noch 564 Schüsse von 23 Teilnehmern, erst dann war der Vogel in seine Einzelteile zerlegt. Teilweise waren an die 100 Schuss nötig, bis ein Körperteil abgetrennt war. Als die Umschläge geöffnet wurden - zuletzt der mit dem Kreuz -, stand fest, dass Köppl der alte und neue Vogelkönig der Schützengilde ist. Der Kopf ging an Willi Nothdurft, der rechte Flügel an Sylvia Ottmann, der rechte Fuß mit Reichsapfel an Gregor Murowski, der Schwanz sowie der linke Fuß mit Zepter an Alois Köppl und zu guter Letzt der linke Flügel an Mitka Nakasov. Nach dem Umlegen der Königskette durch die amtierende Schützenkönigin Sylvia Ottmann ging es mit dem gemütlichen Teil weiter.