Völlig überraschend ist Alfons Stadler, der ehemalige Leiter des Herzogenauracher Umweltamtes, gestorben. Am 1. Januar, am Tag seines 52. Geburtstages, entdeckten ihn Spaziergänger in einem Waldstück nahe Weisendorfs. Nach ersten Auskünften der Polizei sei er dort beim Joggen zusammengebrochen. Nähere Umstände zu seinem Tod sind nicht bekannt.

Stadler hatte 20 Jahre in der Stadt Herzogenaurach seine Spuren hinterlassen. Als Leiter des Umweltamtes hatte er viele Projekte mit angestoßen oder auch initiiert.

Der Klimaschutz wurde von ihm seit Beginn des CO2-Minderungsprogramm vor 13 Jahren und dem Start der Agenda-Bewegung 1996 auf den Weg gebracht. Er war einer derjenigen, die es sich auf die Fahnen geschrieben hatten, das ehrgeizige Ziel zu verwirklichen, dass die Energiewende auch in Herzogenaurach herbeigeführt werden kann und dass sich die Stadt autark versorgen sollte.


Herzogenauracher reagieren geschockt

Stadler war immer stolz darauf, dass die angestoßenen Projekte langfristig durchgezogen wurden. "Wir haben nicht nur ein Strohfeuer entfacht", hörten Gesprächspartner immer wieder von ihm.

Erst zu Beginn des Jahres 2012 wechselte Stadler von Herzogenaurach nach Erlangen. "Es ist meine Motivation, auch bei einer größeren Stadt etwas zu bewegen", sagte er bei seinem Weggang aus Herzogenaurach. Die Stelle als "Energie- und Klimaschutzbeauftragter" in Erlangen habe ihn sehr gereizt.

Die Herzogenauracher selber reagieren geschockt, kennen sie Stadler als aktiven Mann, der in der Regel auf dem Fahrrad zu sehen war und immer sportlich aktiv war.