Der Wettergott muss "seine" Feuerwehrler einfach lieb haben. Denn wieder einmal strahlte die Sonne vom Himmel, als die Feuerwehr Erlangen ihren Tag der offenen Tür feierten. Gut 3000 Gäste werden es über den ganzen Tag gewesen sein, die darüber staunten, was die hauptberuflichen Kräfte und die ehrenamtlichen Helfer so alles zu bewältigen haben.

Besonders die Vorführungen begeisterten das Publikum. "Da ist im Gründe nichts gestellt oder übertrieben", erklärt der Amtsleiter und oberster Feuerwehrmann Friedhelm Weidinger. "Diese Art von Schadensereignissen begegnen uns in unserem Alltag!"

Dennoch war es spannend zum Beispiel zu beobachten wie zwei Feuerwehrmitglieder einen Mann vom Ausleger eines Kranes retteten. Da blieb so manchem regelrecht der Atem stocken, wenn man sah mit welcher Sicherheit sich die beiden Retter dort oben auf dem Ausleger bewegte. Selbstverständlich erhielt das "Opfer" ebenfalls einen gehörigen Applaus.

Für die Wehr in der Erlanger Innenstadt ist der gemeinsame Aktionstag der hauptberuflichen Feuerwehrkräfte zusammen mit den ehrenamtlichen freiwilligen Feuerwehrlern aber auch eine Möglichkeit Nachwuchs zu werben. Am Besten funktioniert dies natürlich mit einer Vorführung der Jugendfeuerwehr. Diese demonstriert, dass sie wie die "alten Hasen" das Feuer professionell bekämpfen. "Klar", so der Moderator bei der Vorführung der Jugendfeuerwehr, "sind auch Mädchen willkommen. Wir machen da keine Unterschiede!"

Wer von den Älteren mutig genug war, nutzte die Chance mal auszutesten, ob man selbst feuerwehrtauglich ist. Knapp 20 Meter ging es die Drehleiter hinauf, nicht automatisch per Tragekorb, sondern selber per pedes die Stufen. Auch hier galt es für manchen seine Überraschung laut kund zu tun. "Ich habe es gerade so geschafft", meinte der 32-jährige Niederndorfer Oliver Gehr. "Dass die echten Feuerwehrmänner und -frauen da mit Atemschutz hochgehen, mag ich gar nicht glauben..."

Sieben Stunden hatten die Besucher Zeit, um alles zu erkunden - und um sich kulinarisch zu versorgen. Viel zu kurz meinten viele und werden nächstes Jahr sicher wieder kommen.