Einen besonderen Festplatz im Freien wird die Gemeinde nicht suchen oder schaffen, dafür öffnet sie die Aischgrundhalle für Veranstaltungen aller Art. Die Vereine können auch die Aischwiesen oder Sportplätze für Festivitäten nutzen.

Die Halle ist derzeit für 1080 Personen zugelassen. Die Gemeinde will prüfen lassen, ob durch kleine brandschutztechnische Verbesserungen - man denkt an breitere Notfalltüren - die Kapazität auf rund 1400 Personen erhöht werden kann.

Einiges ist schon nachgerüstet in der 20 Jahre alten Halle, berichtete Hausmeister Norbert Lunz. Auch um den Boden brauche man sich keine Sorgen zu machen. Er ist so hochwertig, dass er ohne Planen oder ausgelegte Teppiche für Veranstaltungen genutzt werden kann. Allerdings will man eine Hausordnung für die Vermietungen aufstellen. Darin werden auf jeden Fall die Verpflichtungen einer professionellen Endreinigung und eines Sicherheitsdienstes aufgenommen werden. Die Security muss sich dann auch um das Geschehen um die Halle kümmern, erläuterte Fischkal, vor allem dass keinesfalls durch parkende Autos die Feuerwehrzufahrt eingeschränkt werde.


SC Adelsdorf feiert 150-jähriges Bestehen

Die erste Anfrage für eine große Festlichkeit hat Fischkal schon erhalten. Der SC Adelsdorf feiert 2023 sein 150-jähriges Bestehen. Der Sportverein will die Jubiläumsfeiern in der Aischgrundhalle abhalten.

23 Adelsdorfer Vereine haben einen Antrag unterzeichnet, dass die Sperrzeit bei Veranstaltungen im Freien oder in Zelten auf 2 Uhr verkürzt wird. Ortssprecher Tim Scheppe, einer der Unterzeichner, begründete den Antrag mit dem veränderten Ausgehverhalten. Die spätere Stunde benötigten die Vereine, um ihrer Veranstaltungen attraktiv zu halten. Diesem Gedanken stimmten der Bürgermeister und der Ausschuss grundsätzlich zu.

Fischkal rekapitulierte die Regelungen der Gemeinde. In der Satzung von 2007 war als Veranstaltungsende noch maximal 24 Uhr festgelegt. Davon durften Vereine einmal im Jahr Gebrauch machen. Schon 2009 erweiterte man das auf 1 Uhr. Im vergangenen Sommer erteilte die Gemeinde zum ersten Mal eine Ausnahme bis 2 Uhr. Für diesen Antrag hatte der Veranstalter aus Aisch sogar die Zustimmung aller Nachbarn schriftlich eingeholt. Auch Fischkal weiß, dass aktuelle Bands ihr Konzert nicht vor 21.30, 22 Uhr beginnen und nur für drei Stunden wollen gute Musiker nicht auftreten.

Fischkal betonte: "Sperrzeit bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt nichts mehr ausgeschenkt werden darf und die Musik aufhören muss." Unabhängig davon gelte während der ganzen Veranstaltung die TA Lärm. "Bis 22 Uhr sind 70 Dezibel erlaubt, danach nur 55. Das ist bundeseinheitlich geregelt und wird vom Landratsamt kontrolliert." Norbert Birkner (FW) riet allen Veranstaltern, zwischendurch ein Lautstärkenmessgerät zu verwenden, um Ärger zu vermeiden. "Wir wollen keine Fürther Gustavstraße in Adelsdorf", merkte Sabina König (Grüne) an, die ansonsten Verständnis für den Wunsch der Jugend hat. Marion Bierlein hofft sogar, dass der spätere Schluss das Heimgehen auseinanderzieht.