Er wurde beauftragt, das Förderverfahren voranzubringen. Adelsdorf muss an einigen Ecken gegen den Leistungsverlust der üblichen Kupferkabel ankämpfen, denn die Vermittlungsstelle liegt mitten im Hauptort. "Bei 50 Mbit Ausgangsleistung sind es nach 500 Metern nur mehr 30 Mbit, und nach vier Kilometern geht die Übertragungsrate gegen Null", zeigte Gentner auf.

Lauf surft langsam

Gemessen wurden folgende Werte: Adelsdorf selbst über 30 Mbit. Das gilt auch für den größten Teil von Aisch und den Norden von Neuhaus und für Nainsdorf. DSLams sorgen hier bereits für Verstärkung. Am schlechtesten versorgt ist Lauf. Hier liegt die Rate zwischen zwei und sechs Mbit. Das gilt auch für einen Teil von Heppstädt. Für den Rest sind Werte zwischen sechs und 16 MBit möglich, ebenso in Wiesendorf, Uttstadt und Weppersdorf.
Der Hybridrouter der Telekom könnte eine Verbesserung bringen. Das Gerät bringt eine Grundversorgung per Festnetz, das Mehr über die LTE-Funkversorgung, die in ganz Adelsdorf recht gut ist. Aber das Funknetz sei starken Schwankungen je nach Auslastung unterworfen. Deshalb plädierte der Fachmann für weitere DSLams; für das neue Baugebiet Reuthsee sollten Leerrohre verlegt werden. Auch sie werden durch das Breitband-Förderprogramm der Regierung bezuschusst.
Die Investitionskosten betragen für die Verbesserung der Versorgung in den Ortsteilen mit Geschwinidgkeiten unter 16 Mbit 330 000 Euro. Abzüglich des Abschlags, den der Netzbetreiber übernehmen muss, kämen vom Staat 211 000 Euro; die Gemeinde müsste 52 000 Euro zahlen. Wird auch Süd-Neuhaus besser versorgt, erhöhen sich die Investitionskosten auf 420 000 Euro. Bei gleicher Förderung müsste die Gemeinde 67 000 Euro zuschießen. Würde die optimale Versorgung des Reuthsee-Gebiets mit aufgenommen, erhöht sich die Investionssumme auf 710 000 Euro. "In ein neues Gewerbegebiet gehört nichts anderes rein als Glasfaser", gab der Fachmann mit auf den Weg.
Da laut Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) im kommenden Haushalt "die Stufe zwei", also inklusive Neuhaus eingeplant ist, werden Reuthsee und ein mögliches Gewerbegebiet in ein gesondertes Förderverfahren verschoben.