Die Kleinen klatschten glücklich in die Hände, weil sie, ihre Erzieherinnen und die Mitarbeiter der Kita bestimmt mit ihrer Spende anderen Menschen zu ein bisschen Glück verhelfen können. "Ich habe zufällig im Radio von der Initiative 'Lebensbank' (Stammzellenübertragung) gehört", erzählte Erzieherin Christina Raab. "Letztes Jahr wurde ganz viel an unsere Kita gedacht und dieses Jahr sind wir mal dran", fuhr sie fort. Das gesamte Team und auch die Eltern waren sofort mit ihrem Vorschlag einverstanden, die "Lebensbank" zu unterstützen. Jedes Kind brachte am Donnerstagmorgen einen Euro oder mehr mit in den Kindergarten, und im Beisein von Professor Weisbach und Bürgermeister Fischkal warf jeder sein Scherflein in eine Kiste, auf der stand: Wir wollen helfen!

Die Transplantate sind teuer

Die 15 Damen des Kita-Teams hatten schon vorher je fünf bis zehn Euro hineingesteckt und der Bürgermeister stockte dann den Betrag auf 350 Euro auf. Professor Weisbach freute sich über die Spende: "Viele kleine Spenden wachsen auch zu einer großen Spende zusammen", meinte er. "Dieser Scheck bekommt einen Ehrenplatz in der Klinik", versicherte er den Kleinen. Die "Lebensbank" ist eine große Chance auf Heilung für an Leukämie erkrankte Menschen. Neben der lebensrettenden Stammzellentransplantation bietet sich durch die Transplantation mit Nabelschnurblut eine Alternative an.
An Spendern des biologischen Grundmaterials mangelt es nicht, aber es fehlen die Mittel, um aus den vorhandenen Nabellschnur-Blutspenden die dringend benötigten Stammzelltransplantate herzustellen - ein Transplantat kommt auf etwa 1000 Euro - und von den Krankenkassen wird dies nicht finanziert, erklärte der Professor.
Um zukünftig den an Leukämie oder auch anderen Erkrankungen des blutbildenden Systems Leidenden eine bessere Überlebenschance zu geben, wurde vom Universitätsklinikum Erlangen die Initiative "Lebensbank" ins Leben gerufen. Wer helfen will, findet im Internet unter www.lebensbank.org alle Informationen.