Nicht mit einem gewöhnlichen Bieranstich, sondern mit einem lauten Böllerknall, abgefeuert von den Adelsdorfer Schützen Päivi und Thomas Kraus, eröffnete Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) am Wochenende das 18. Adelsdorfer Dorffest.

"In unserer Gmaa ist immer was los", freute er sich und zählte die kommenden Veranstaltungen wie Dorfrocker, Schlossgartenfest, Jubiläumsfeier 20 Jahre Partnerschaft Adelsdorf-Uggiate Trevano und mehr auf. Natürlich bedankte er sich bei allen aktiven Vereinen und Organisationen, die zum Gelingen dieses Festes beitrugen. "Das BRK passt wie immer auf uns auf." Mit einem Neubürger und dessen Freundin aus China stieß er beim Stand des MGV auf das Wohl Adelsdorfs und auf ein schönes Dorffest an.


Im Wechsel mit Weppersdorf

Das erste Dorffest fand schon vor 28 Jahren - am 13. August 1989 - unter Bürgermeister Ewald Münch (CSU) statt. 1994 zog man den Termin vor auf das zweite Wochenende im Juni, da im August doch viele Leute im Urlaub sind. Die ersten 13 Jahre feierte die Gemeinde jedes Jahr ihr Dorffest. Seit 2003 wechselt man sich mit dem Dorffest in Weppersdorf ab.

Der Dorffest-Ausschuss unter der Regie von Zweiter Bürgermeisterin Jutta Köhler (Pro Adelsdorf), unterstützt von Tanja Großkopf, hatte sich im Vorfeld zweimal getroffen und so war alles bestens vorbereitet, damit die mitwirkenden Vereine, die Pfadfinder, das Jugendforum, der MGV, der Tennisverein, die Adelsdorfer Fischer, der Frauenbund, die Orgelfreunde, der SCA, die beiden Schützenvereine, das Jugendforum, der Freundeskreis Feldbach, die KiTa Flohkiste Neuhaus und weitere Veranstalter ihre Pläne für das Angebot am Samstag und Sonntag unter einen Hut bringen konnten.

Für den 24-jährigen Studenten Shixuan Chen aus China, der seit Ende März in Adelsdorf im Neubaugebiet SeeSide wohnt und in Erlangen studiert, war es richtig spannend, zum ersten Mal so ein Dorffest mitzuerleben. "Ich fühle mich in Adelsdorf sehr wohl", verriet er dem FT, der ihn und seine Freundin Yu Rao, die von ihrem Studienort Clausthal-Zellerfeld angereist war, zu einem Rundgang über den belebten Marktplatz mitnahm. Yu Rao: "Bei uns in China gibt es so etwas nicht."

Auf der überdachten Bühne spielte Mac-Seven und sorgte noch bis weit in die Nacht für Musik und entspannte Atmosphäre. In den Zelten nebenan konnte jeder, der einen Platz fand, gemütlich sitzen.

Die beiden jungen Chinesen staunten über die vielen Stände und freuten sich über die Kugel Eis, die ihnen vom Café am Marktplatz spendiert wurde und sie bewunderten die jungen Bogenschützen.

Ein Crêpe mit Schoko kosteten sie beim Stand der Pfadfinder. Vorbei ging es an den verführerischen Kuchen am Stand des katholischen Frauenbundes. Bürgermeister Fischkal lud sie bei den Orgelfreunden zu einer Bratwurstsemmel ein. Das fränkische Bier hatte es ihnen besonders angetan. "Bei euch gibt es ja ganz viel zu essen und zu trinken", wunderten sich die jungen Chinesen und fanden alles super.

Am Stand des Adelsdorfer Fischereivereins beobachteten sie erstaunt die vielen Fischliebhaber, die recht geduldig anstanden, um gewedelte Makrelen oder einfach Fisch- oder Lachsbrötchen zu holen. Bei der Siedlergemeinschaft Aisch-Adelsdorf gab es Blumiges zu gewinnen. Gleich daneben wurden beim Tennisverein verschiedene "Flämmla" und Cocktails angeboten. Neubürger Shixuan genoss dieses Fest mit seiner Freundin in vollen Zügen.


Ins Mittelalter versetzt

Am Sonntagmorgen gaben die Adelsdorfer Musikanten beim Frühschoppen den Ton an, beim Kinderprogramm im Schlossgarten ging es hoch her und "Die fahrend' Leut" versetzten die Besucher ins Mittelalter.

Hungrige Gäste standen beim SC Adelsdorf an, um sich Sauerbraten oder Kalbsbraten mit Wirsing und Kloß zu holen und beim MGV lockten Schäuferla mit Kloß. Die Adelsdorfer, aber auch viele Gäste von auswärts, genossen das Wochenende.

Am Nachmittag sorgten die Adelsdorfer Musikanten unter der Leitung von Jürgen Gölz wieder für heitere Stimmung.