Die Suche nach dem Mann war mit großem Aufwand und insgesamt rund 250 Helfern aufgenommen worden, weil dieser dringend auf Medikamente angewiesen ist und die Nacht sehr kalt war. Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Suchhunde, aber auch ein Rettungshubschrauber beteiligten sich an der Aktion. Dabei wurden Wärmebildkameras eingesetzt. "Erst gegen Abend wurden wir informiert, und so mussten alle Einsatzkräfte in die Dunkelheit ausrücken," so Jürgen Schmeißer von der Polizeistelle Höchstadt, der den Einsatz koordinierte. Die Überlebenschancen des Vermissten seien bei minus vier Grad bedeutend geringer gewesen als bei der letzten großen Suchaktion in Neuhaus, so Schmeißer.

56-Jähriger wurde gefunden

Bis Montagmorgen um 4 Uhr waren die Helfer zunächst unterwegs. Um 9 Uhr traf man sich dann wieder zu einer Krisenbesprechung bei der Feuerwehr in Adelsdorf. Danach wurden auch die Wehren von Aisch, Neuhaus, Röttenbach (1. Suchabschnitt), Zeckern Hemhofen, Hallerndorf, Willersdorf und Zentbechhofen (2. Suchabschnitt) und die von Heroldsbach, Poppendorf und Oesdorf (3. Suchabschnitt) alarmiert. Auch die Bergrettung war vor Ort. Der Helikopter überflog die offenen Gebiete. Für 11 Uhr war erneut eine 100-köpfige Staffel der Bereitschaftspolizei aus Würzburg erwartet worden. Glücklicherweise konnte der Einsatz dann abgebrochen werden. Der 56-Jährige konnte bei Zentbechhofen gefunden werden, teilte die Polizei mit.

Eine Zivilstreife, die in einer anderen Sache unterwegs war, war zufällig auf den Gesuchten gestoßen.
"Das war schon eine Nummer größer als Neuhaus vor einigen Wochen," sagte Einsatzleiter Schmeißer. Nach einem Essen für die 250 Helfer in der Aischgrundhalle, für das samt Getränken die Gemeinde Adelsdorf aufkommt, bedankte sich Jürgen Schmeißer bei allen Einsatzkräften. "Der Einsatz ist gut ausgegangen, genau wie in Neuhaus! Danke für euer ehrenamtliches Engagement, das weit über das Normale hinausgeht." Er dankte auch Bürgermeister Fischkal für die Verpflegung der Einsatzkräfte und fügte noch an: "Hoffentlich wird das jetzt hier nicht zur Regel!"