Die Könige erwartet eine große Reise: Sie müssen lange Wege auf sich nehmen, Lieder singen und Spenden für den guten Zweck erbitten. Für diese Reise müssen sie natürlich gut vorbereitet sein. Darum kümmern sich Lukas und Martina Schwägerl und ihr Team.

"120 Kinder und Jugendliche werden unterwegs sein", meint Lukas Schwägerl. Schon seit 20 Jahren organisiert er mit seiner Frau die Sternsinger-Aktion in Höchstadt.

"Wir sind selber jahrelang seit der Grundschule als Könige durch die Straßen gezogen. Später sind wir dann in die Organisation reingerutscht", erzählen Lukas und Martina. In dieser Zeit haben sie viel Erfahrung gesammelt, was auch wichtig ist, um bei so vielen Königen und Gewändern den Überblick zu behalten. Dem Paar stehen bei den Vorbereitungen acht freiwillige Helferinnen tatkräftig zur Seite.

Gewänder auch selbst genäht

Alle Könige müssen natürlich auch entsprechend gekleidet sein. Deswegen hat das Team über die Jahre viele Kleider gesammelt. "Etliche Gewänder haben wir aber auch selbst genäht", sagt Annemarie Häfner, die sich jedes Jahr auf die Sternsinger-Aktion freut. Mit den anderen Helferinnen bügelt sie die Gewänder, sortiert sie nach den Größen und legt sie im Pfarrsaal bereit.

Könige segnen das Landratsamt

Bevor die 30 Gruppen ab Samstag durchs weitläufige Stadtgebiet und Lonnerstadt ziehen, spendeten Kaspar, Melchior und Balthasar gestern dem Landratsamt ihren Segen und wurden von Landrat Eberhard Irlinger (SPD) empfangen.

"Ich hoffe, dass ihr mit eurem Engagement wieder viel Gutes erreichen könnt. Für mich ist dieser Brauch immer wichtig, damit junge Menschen sehen, was sie Gutes tun können und dies auch gern tun", lobte Irlinger die Sternsinger-Aktion, die unter dem Motto "Kinder helfen Kindern" steht. "Ich weiß auch, dass es keine leichte Aufgabe ist, weil nicht jeder erfreut ist, wenn man ihn um Spenden bittet."

Dekan Kilian Kemmer gibt heute in der Stadtpfarrkirche den Startschuss für die Sternsinger-Aktion. "Die Sammlung geht heuer an Gesundheits- und Bildungsprojekte in Tansania", sagt Kemmer.