Zur Türöffnung rief am Dienstag um kurz vor Mitternacht ein 30-jähriger Coburger den Schlüsseldienst, nachdem er sich aus seiner Wohnung am Schießstand ausgesperrt hatte. Nach längerer Anfahrtszeit kam schließlich ein Servicetechniker eines nicht ortsansässigen Schlüsseldienstes.

Die Tür war innerhalb kürzester Zeit geöffnet, dennoch musste der 30-Jährige 533 Euro für die Türöffnung zahlen. Begründet wurde der hohe Rechnungsbetrag unter anderem mit der langen Anfahrt des Servicetechnikers. Der übers Ohr gehauene Coburger erstattete schließlich Anzeige bei der Coburger Polizeiinspektion wegen Wuchers.


Nicht der erste Fall in der Region


Ebenfalls am Dienstag hatte ein ähnlich gelagerter Fall die Polizei in Kulmbach beschäftigt: Eine 33-Jährige sollte dort sogar über 1000 Euro für den Schlüsseldienst bezahlen. Ob es sich bei beiden Fällen um den selben Dienst handelte, gab die Polizei nicht bekannt.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass man bei der Auswahl eines Schlüsseldienstes grundsätzlich auf ortsansässige Anbieter zurückgreifen sollte. Damit erspart man sich nicht nur hohe Anfahrtskosten sondern auch Abzockerpreise, die deutlich über das normale Maß hinaus gehen.