Nach zehn Jahren öffnete das Müllheizkraftwerk in Neuses am Samstag wieder seine Türe für die Öffentlichkeit. Bereits vor der offiziellen Eröffnung hatten sich viele Bürger aus nah und fern auf dem weitläufigen Gelände umgesehen. An Informationen mangelte es sicher nicht. Das fachkundige Personal des Zweckverbandes stand mit Rat und Tat der großen Besucherschar zur Seite.

Die Führung durch das Müllheizkraftwerk stand dabei im Mittelpunkt des Interesses. Aber die Besucher hatten auch die Gelegenheit einzelne Bereiche, wie den Müllbunker oder die Lehrlingswerkstatt alleine aufzusuchen. Der Müllbunker hat ein Volumen von rund 8000 Kubikmeter und fast ein Müllgewicht von etwa 5000 Tonnen. Der Sperrmüllbunker ist für die Aufnahme von sperrigen Abfällen vorgesehen. Fast sechs Meter lang und 7,4 Meter hoch ist der Müllaufgabetrichter. Er fasst rund 60 Kubikmeter.

Betriebsleiter Peter Baj zeigte sich erfreut über den enormen Besucherandrang. Das gesamte Gelände sei weitgehend frei zugänglich und bei den Führungen würden den interessierten Besuchern auch vielen über die Vorgänge in dem Werk erzählt.

Unter die Besucher hatte sich auch der Vorsitzende des Zweckverbandes Heinz Köhler gemischt. Aber auch Altoberbürgermeister Norbert Kastner war Gast beim Tag der offenen Tür. 24 Jahre war er Vorsitzender des Zweckverbandes und ist heute Ehrenvorsitzender. Äußerlich, so Kastner, hätte sich kaum was verändert aber innerlich extrem viel. Vor allem bei den Nachrüstungen der Reinigungstechniken.

Informiert wurden die Besucher auch über Emissionstechnik, Schlackeverwertung und Fernwärme. Das "Beiprogramm" hatte es in sich. Der Stadtjugenring hatte eine Spielstraße aufgebaut. Das Schminken machte Jungs und Mädels gleichermaßen Spaß.

Alexander Reißenweber aus Ebersdorf bei Coburg war mit seinen Kindern Sarah und Leon nach Neuses gekommen. Das letzte Mal, so erzählte der Familienvater, war er in seiner Schulzeit hier. Im Festzelt gab es ein kurzweiliges musikalisches Bühnenprogramm. Die "Effect´s" absolvierten ihren Show-Auftritt perfekt und ernteten dafür viel Beifall. des