Sehr zufrieden war Kevin Krawietz mit seinem Abschneiden beim mit 15 000 Dollar dotierten ITF-Future Turnier in Zagreb. Als Ungesetzter erreichte er sowohl im Einzel als auch im Doppel das Halbfinale.
Zum Auftakt der Einzelkonkurrenz stand ihm der an Nummer vier gesetzte P. Torebko gegenüber. Der für Erfurt in der Bundesliga spielende Deutsche hatte sein bestes Ranking letztes Jahr bereit unter 200. Es entwickelte sich ein intensives Spiel. In jedem Satz ein Break reichte dem Witzmannsberger zum 6:4, 6:4 Erstrundensieg.
Gegen den Italiener E. Eremin ließ Kevin keine Unklarheit aufkommen und siegte mit 6:1, 6:4. Im Viertelfinale stand wieder ein Gesetzter, T. Androic aus Kroatien, gegenüber. Im letzten Aufeinandertreffen der beiden hatte Krawietz noch das Nachsehen. Diesmal gelang die Revanche mit einem 6:4, 7:6-Sieg.
Damit war das Halbfinale gegen A. Sikora (Slovakei) erreicht. Es wurde ein gleichwertiges Match. Krawietz hatte im ersten Satz drei Breakbälle, konnte keinen nutzen.
Der Gegner dagegen nutzte seinen ersten Breakball und siegte 6:4. Im 2. Satz trumpfte Kevin mit 6:1 auf. Im dritten Satz spielte der Slovake allerdings fehlerfrei. Das Risiko von Krawietz wurde nicht belohnt, der Satz ging mit 2:6 verloren.
Im Doppel spielte Krawietz mit Sandro Ehrat (Schweiz). Kein Unbekannter für Kevin. Beide haben schon einige Turniere zusammen bestritten. Als ungesetztes Team konnten sie auf dem Weg ins Halbfinale auch das an drei gesetzte Kroatische Team T. Androic/D. Marcan aus dem Weg räumen.
Im Halbfinale scheiterten sie wieder gegen ein kroatisches Team, an dem an zwei gesetzten M. Draganja/N. Mektic knapp im dritten Satz im Matchtiebreak. Es war ein erfolgreiches Turnier für Kevin Krawietz, das ihn wieder Punkte für die Herren-Weltrangliste bescherte und ihn um knapp 30 Plätze nach vorne bringen wird. Nächste Woche geht es für ihn beim ersten Turnier in Umag in Kroatien bereits auf Sand weiter. rkr