"Der Kran soll noch heute oder allerspätestens morgen abgebaut werden", teilte Susanne Wittmann vom Ordnungsamt am Freitag auf Anfrage mit. Das bestätigte auch Gerhard Haßfurther vom Bauträger, unter dessen Ägide das Gebäude in der Bahnhofstraße 12 und 12a derzeit saniert und modernisiert wird. Wie schnell aber die Firma ist, die das Ungetüm wegbringt, weiß auch er nicht. Aber: "Am Samstagmorgen muss der Kran weg sein, nur bis dahin haben wir die Genehmigung, ihn dort stehen zu lassen."

Für genervte Kraftfahrer, die seit dem 22. März mit der einseitigen Sperrung der Bahnhofstraße in diesem stark befahrenen Bereich leben müssen, hat Gerhard Haßfurther zwar Verständnis, aber er verweist auch auf die Größe der Baumaßnahme, die nicht gerade im Handstreich zu bewältigen ist. Dazu kommen die beengten Platzverhältnisse. "Wir haben es hier mit einem urbanen Umfeld zu tun, da sind Verkehrseinschränkungen einfach nicht zu vermeiden."

Noch im März hatte das Ordnungsamt mitgeteilt, dass die Behinderungen in der Bahnhofstraße bis zum 3. Mai dauern werden. Was ist passiert, dass der Kran nun fast bis Ende Mai stehenbleiben musste? "Vom 3. Mai war bei uns nie die Rede, eher wohl von Anfang Juni", sagt Gerhard Haßfurther etwas verwundert und ergänzt: "Bei uns läuft alles planmäßig, da hat sich nicht viel verzögert." Freilich, das Wetter habe den Baufirmen schon zugesetzt, aber nicht über Gebühr.

"Wir sind aber sehr daran interessiert, so schnell wie möglich mit solchen Maßnahmen fertig zu werden, denn sowohl der Spezialkran als auch die Beschilderung der Straßensperrung kosten uns eine Menge Geld." Im Amtsdeutsch heißt das etwas sperrig Sondernutzungsgebühren oder Gebühren für die Erteilung von verkehrsrechtlichen Anordnungen.

Weitere Straßensperrungen

Die volle Befahrbarkeit der Bahnhofstraße ist auch insofern eine wichtige Sache, als schon ab nächste Woche weitere Straßensperrungen anstehen. Am Montag beginnt die Sanierung der Alexandrinenbrücke. Deshalb wird stadteinwärts (Richtung Bahnhof) eine Einbahnstraßenregelung eingerichtet.

Die Umleitungsstrecke stadtauswärts erfolgt über den Sonntagsanger. Wie Susanne Wittmann mitteilt, müssen Kraftfahrer bis zum Oktober mit dieser Regelung zurechtkommen. Darüber hinaus werden im Bereich der "Callenberger Unterführung" an der Lossaustraße und im Kanonenweg die Geh- und Radwege ausgebaut. Deshalb steht voraussichtlich bis zum 21. Juni stadteinwärts nur eine Fahrspur zur Verfügung.

"Es ist mit erheblichen Behinderungen im stadteinwärts führenden Verkehr zu rechnen", warnt Susanne Wittmann und rät ortskundigen Verkehrsteilnehmern, diesen Bereich weiträumig zu umfahren.
Eine weitere Straßenbaumaßnahme betrifft den Stadtteil Lützelbuch. Dort wird ab Montag voraussichtlich bis zum 14. Juni die Zufahrt zur Johannisleite wegen Erschließungsarbeiten gesperrt. Die Häuser Am Herrnberg 13 und 15 können über Seidmannsdorf angefahren werden.