Kunst kann manchmal nur dann entstehen, wenn die Technik das tut, was sie ganz unauffällig einfach tun sollte - wenn sie funktioniert. Wenn die Technik aber streikt? Dann muss die Kunst zunächst einmal einige Stunden warten wie beim 6. Workshop für Lampenglas am Wochenende in der Rosenau.

Das nötige Propangas stand zwar zur Verfügung, doch Sauerstoff, der aus einer ganz gewöhnlichen Gasflamme eine mehr als 1300 Grad Celsius heiße Arbeitsflamme macht, bereitete Probleme.

Geduld war also gefragt bei den drei Glaskünstlern, die Museumsleiter Sven Hauschke eingeladen hatte: Krista Israel, Yi Peng und Oliver Drobar. Zwei von ihnen, Krista Israel und Yi Peng, waren in diesem Jahr mit außergewöhnlichen Objekten beim 4. Coburger Glaspreis beteiligt. So ist Krista Israels Arbeit "Taking my coat off", die die Coburger Kunstsammlungen erworben haben, auf der Empore des Glasmuseums zu sehen.

Als endlich die technischen Probleme tatsächlich gelöst waren, konnten die Besucher im Glasmuseum erleben, wie aus Borosilikatglasstäben Kunstwerke entstehen können. Dabei arbeiteten die Künstler nicht nur jeweils ein eigenen Objekten, sondern demonstrierten zudem, wie in unterschiedlichen Abschnitten auch gemeinsame Kunstwerke entstehen können.

"Workshops, die man gemeinsam mit anderen Glaskünstlern gestaltet, sind für mich immer wieder Highlights", sagt Oliver Drobar, der ein Glasstudio in Hamburg betreibt: "Die Möglichkeit, sich auszutauschen, ist faszinierend."