Als ob diese Umleitung nicht schon knifflig genug wäre: Wenn ab dem 10. April für voraussichtlich drei Monate ein Teil der Seidmannsdorfer Straße gesperrt wird, müssen sich alle Autos durch die Wettiner Anlage, über den Schlossplatz und dann durch die Leopoldstraße zwängen. Letztere wird aus diesem Grund zur Einbahnstraße umfunktioniert - in Richtung stadtauswärts. Aber was bedeutet das alles für Radfahrer?


Fahrradfahrer nicht vergessen




Edmund Ott, stellvertretender Vorsitzender des ADFC-Kreisverbands, schüttelt mit dem Kopf: "Ich habe den begründeten Verdacht, dass bei vielen Baumaßnahmen in Coburg das Fahrrad als Verkehrsmittel vergessen wird." Denn wie sollen Radfahrer, die aus dem Pilgramsroth oder dem Probstgrund kommen, während der Umleitungsphase in die Innenstadt gelangen? Die Leopoldstraße ist stadteinwärts gesperrt. Als Umleitung könnte zwar die steile Obere Leopoldstraße hinaufgeradelt (oder wohl eher geschoben) werden, doch die weitere Fahrt Richtung Zentrum würde dann in der Baustelle in der Seidmannsdorfer Straße enden. Der Fußweg vorbei am Kunstverein wiederum scheidet aus, weil er zum Hofgarten zählt, in dem ein generelles Radfahrverbot gilt.

Viel Verkehr befürchtet


Der ADFC hat der Stadt vorgeschlagen, es Radfahrern zu erlauben, die Leopoldstraße auch entgegen der Einbahnstraßen-Fahrtrichtung zu nutzen. Damit wären nach Ansicht von Edmund Ott alle Probleme gelöst. Doch das Ordnungsamt hat abgelehnt: "Wir können das nicht erlauben", betont der stellvertretende Leiter Kai Holland. So würde durch die ohnehin nicht sehr breite Leopoldstraße während der Umleitung sehr viel Verkehr rollen. Hinzukomme, dass die Straße an einigen Stellen nicht sehr übersichtlich sei.


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