Die Regeln unserer Serie "Jeder gegen jeden" zur Bundestagswahl am 24. September im Wahlkreis Coburg/Kronach sind denkbar einfach: Jeder Kandidat darf jedem anderen Kandidaten eine Frage stellen. Nach der Antwort des Befragten hat der Fragesteller noch die Möglichkeit, darauf zu reagieren. Heute will Alexander Arnold (FDP) etwas von Michael Eckstein (Grüne) wissen.

Alexander Arnold: Durch immer schärfere Klimaschutzverordnungen werden Bau und Sanierung von Wohnraum (nicht nur) für Familien fast unbezahlbar. Was möchten Sie tun, um Wohnraum für Familien bezahlbar zu machen?

Michael Eckstein: Auch wenn die Investitionen in energieeffizientes Bauen oder Sanieren am Anfang etwas höher erscheinen, lang und mittelfristig werden sich diese Mehrkosten durch Energiekosteneinsparung amortisieren.
Zudem wollen wir umfassende Anreize für Faire Wärme auf den Weg bringen: zwei Milliarden Euro jährlich für die Sanierung ganzer Wohnviertel, bezahlbar auch für Haushalte mit geringem Einkommen, einen Steuerbonus für selbst nutzende Eigentümer, die ihre Gebäude energetisch modernisieren, ökologische Bau- und Dämmstoffe und Anlagen für erneuerbare Wärme unterstützen.

Alexander Arnold: Das Problem bei den meisten Vorschriften zum energieeffizienten Bauen ist, dass sie kaum wirtschaftlich sind und sich für die Häuslebauer und -besitzer nie rechnen werden. Klimaschutz ist ein wichtiges Thema, das uns alle betrifft. Allerdings muss er nach marktwirtschaftlichen und sinnvollen Kriterien und nicht durch staatliche und weltfremde Zwangsmaßnahmen und Verbote vorangetrieben werden.


Hinweis der Redaktion: Argumente und Thesen stammen vom jeweiligen Kandidaten und sind redaktionell weder gegenrecherchiert, noch in irgendeiner Weise bearbeitet. Auf eigenen Wunsch beteiligt sich der CSU-Kandidat und amtierende Bundestagsabgeordnete Hans Michelbach nicht an "Jeder gegen jeden".