"Bei uns auf dem Land ist es längst wohlbekannt: Weidach ist in Narrenhand." Diese Aussage von Sitzungspräsident Christian Brettschneider passte wie "die Faust auf`s Auge". Schließlich konnte der Präsident bei der ersten Prunksitzung des Karnevalsvereins (KVW) eine Stimmungs-Rakete nach der anderen zünden. Das Publikum bekam fünf Stunden kurzweiliges Programm mit 23 Punkten zu sehen, darunter viele schwungvolle Tänze der Garden.
Nach dem Einmarsch der Elferräte und Garden wirbelten neun Mädchen und Junge (Alter: vier bis acht Jahre) der weißen Garde über die Bühne. Auch einen Showtanz zeigten die jüngsten des KVW
Der Glöckner vom Wasserturm (Christoph Goer) ging auch auf das Thema "Strabs" ein. Dabei wunderte er sich, dass die Anwohner der der Mährenhäuser Straße - da sie eine Kreisstraße ist - nichts bezahlen müssen. Natürlich nahm er auch den Bürgermeister auf die Schippe und sprach dessen Wahlversprechen an. Nachdem die Schule in Weidach zum Rathaus umfunktioniert wurde, sei Weidach zum Mittelpunkt geworden, entdeckte der Glöckner.
Nicht einmal der Sitzungspräsident wusste, wen Gerhard Nüßlein nach einer schöpferischen Pause als Partnerin mitbringen wollte. Es war das Huhn "Herta". Der Bauchredner nahm den Elferrat mit seinen "Teemützen" und Landrat Michael Busch (Herta: "Der schaut etwas schmal aus.") auf die Schippe. Das Publikum belohnte den Auftritt von Gerhard Nüßlein und "Herta" mit einem tosenden Applaus. Die "Grand Dame" des Weidacher Faschings ist Ulla Goer, die zusammen mit Sabine Och und Christian Koch ("Captain Karneval") stimmungsvolle Faschingslieder sang und damit die Halle richtig anheizte.
Die zwölf Mädchen der grünen Garde (acht bis zwölf Jahre) präsentierten einen temperamentvollen Gadetanz. "Boxen" war das Thema der Mädchen bei ihrem Showtanz .
"Der Ire" Mel Kelly berichtete in lustiger Weise über seine Probleme mit der deutschen Sprache.
Den zweiten Teil eröffnete die rote Garde mit einem Gardetanz.
Extra auf Spanien angereist war Florian Mück, der in vielen Punkten feststellte: "Männer sind Schweine."
Nach einer kurzen Zeit des Umbaus stand die aufwendige Kulisse für die "Dorfleute". Angelika Heinlein, verkleidet als Seniorin, holte den Landrat auf die Bühne und zeigte ihm ihren überdimensionalen Fernseher. Aus diesem traten Nana Mouskouri und Heino hervor, die ihre bekannten Lieder sangen. Zum Schluss warf die Seniorin ihre große Fernbedienung in den Fernseher, weil der nicht mehr richtig funktionierte, schließlich ging die große "Glotze" in Feuer und Rauch auf. Sofort zur Stelle war Feuerwehrmann Steffen Och zu Stelle und rettete schließlich die Seniorin. In die Welt von "1000 und 1 Nacht" entführten die Mädchen der Tanzgruppe "Emotion Dance" die Besucher".
"Ab ins Beet" - unter diesem Motto gab es auf der Bühne, ein Duell der bei der Gartenprofis: Stephan Machinek und Alexander Klug. Sie verlasen 10 Gartenparagrafen und kreierten den Begriff "GAFB - Garten-Feierabend-Bier". Bei dem Auftritt war auch das Lied " Tomaten durch die Nacht" nach Helene Fischer zu hören.
Zu vorgerückter Stunde zeigten die zwölf Mädchen der Blauen Garde eine flotten Gardetanz. Mit Spannung wurde zum Abschluss der Sitzung, der Tanz der Elferräte, erwartet. Das Gremium reinigte mittels beleuchteter Schrubber die Bühne und die Halle. Mit viel Grazie und Eleganz legten die sehr stattlichen Männer einen flotten Tanz auf die Bühne. Darin waren auch einige akrobatische Einlagen enthalten. So schnell die Männer auch außer Puste waren, so gaben dennoch dem Wunsch des Publikums nach und zeigten eine Zugabe. Mit dem großen Finale fand die erste Sitzung eine Stunde nach Mitternacht ihre Ende.