Ungetrübte Harmonie herrschte an diesem Abend dort, wo ansonsten oft kontrovers diskutiert wird über Projekte und Finanzen des Landkreises. Im Sitzungssaal des Landratsamtes garantierte das Philharmonische Blechbläserquintett des Landestheaters festlichen Glanz zum Abschluss des verregneten Sommerfestes, das der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege organisiert hatte.


Oper ohne Sängerdf

Manchmal kann Oper auch ohne Sänger und Bühnenbild tadellos funktionieren. Das demonstrierte das Blechbläserquintett im ersten Teil des Programms, das eröffnet wurde durch die populäre Fanfare aus "La Peri" von Paul Dukas. Der feierliche Priestermarsch aus Mozarts "Zauberflöte" diente als klingender Vorgeschmack auf die Eröffnungspremiere des Landestheaters Ende September.


Gluck bis Rossini

Abgerundete Klangfülle und präzises Zusammenspiel demonstrierte das Quintett nicht nur bei Mozarts Priestermarsch, sondern auch beim Klagegesang des Orpheus "Che faro senza Euridice" aus "Orfeo ed Euridice" von Christoph Willibald Gluck, sondern auch bei der Arie "Largo al Factotum" aus Rossinis "Barbier von Sevilla". Tobias Ziegler und Hedwig-Martha Emmerich an Trompeten und Flügelhorn, Martin Osterhammer am Horn, Carsten Fuß an der Posaune und Johannes Freyer an der Tuba begeisterten das Publikum durch ihre Musizierfreude und ihr stets präzises, dynamisch fein abgestuftes Zusammenspiel.


Witzig und informativ

Als Moderator versorgte Trompeter Tobias Ziegler die beifallsfreudigen Zuhörer mit Informationen und Anekdoten zur Geschichte der Blechblasinstrumente.


Reichlich Applaus

Stilistisch bunt und kontrastreich präsentierte sich der zweite Teil mit Klängen vom Barock bis zur Filmmusik - von Samuel Scheidt bis Ennio Morricone, vom Ragtime bis zum Tango. Die einprägsame Melodie mit dem Titel "Gabriels Oboe" aus Ennio Morricones Musik zum Film "The Mission" beeindruckte die Zuhörer ebenso wie zwei Sätze aus der "Suite americana" von Enrique Crespo.
Nach reichlich Applaus bedankte sich das Blechbläserquintett noch mit Zugaben.