Die Aktiven des Karnevalsvereins haben am Samstagabend für glänzende Stimmung in der Turnhalle gesorgt: Sketche, Büttenreden, Tanz-und Gesangseinlagen kamen beim Publikum bestens an. Nach einer kurzen Aufwärmphase gerieten die vielen Besucher in Feierlaune. Sie ließen sich von der Stimmung der Akteure anstecken, schunkelten und klatschen begeistert mit.
Mit einem zackigen Einmarsch der Garden, Elferräte und Ehrengäste sowie einem dreifach kräftigen "Weidach helau" nahm das Treiben seinen Lauf. Zuerst in die Bütt stieg Jürgen Schlücke. Der "Hausmeister vom Rathaus" warf einen amüsanten Blick auf das vergangene Jahr - da bekam die große Politik wie die Bundeskanzlerin Angela Merkel ("die Mutter Theresa aus der Uckermark) genauso ihr Fett weg wie die lässigen Griechen oder die heimischen Politiker.
Gemäß dem Motto "Wir schaffen das" hätten die "Residenzler" Michael Stoschek die "Max-Brose-Straße"bewilligt. Wie wäre es mit einer privatisierten Brose-City? Dann könnte der "Brose-Chef" alle Fahrzeuge - ob Porsche oder Wasserfahrzeug - ohne Polizei und Strafzettel befahren. "Oder es gibt einen Privat-ICE für Stoschek. Aber da weiß man nicht, wie oft der überhaupt hält."
Auch einen Blick vor die eigene Haustüre warf der "Hausmeister" - genauer gesagt: vor den Ortseingang von Weidach. Nein, dort entstehe kein neuer Flugplatz, sondern "irgendwann im fünften Halbjahr 2016" ein neuer Einkaufsmarkt. Immerhin gab es auch Erfreuliches: Aufgrund eines Rechenfehlers bekämen die Anwohner Geld zurück, dafür gebe es nun kein Haus mehr für Veranstaltungen und Feiern. Fazit zur Rathauspolitik: "Die Geschichte erinnert an die Schildbürger: Die haben auch erst gebaut und dann überlegt, ob was schief geht."
Stimmung in den Saal brachte Gerhard Nüsslein, der die Männer über 40 besang, Matthias Köhler trat als gespaltener Weihnachtsmann in die Bütt und Florian Mück erzählte aus seinem Leben als "Sozi-Lehrer-Sohn" in Weidach. Ein Highlight war der Kanadier John Zimmer, der einen amüsanten Blick auf die deutsche Sprache und Grammatik warf. Die Frau des Metzgers "Alex Müller" trat als sexy Kuh auf die Bühne und Alexander Krug und Stefan Machinek hatten in gewohnter Weise die Lacher auf ihrer Seite.
Es tanzten die weißen, grünen, roten und blauen Garden, toll waren auch die Showtänze in den schillernden Kostümen, das Tanzduo Julia Haug und Mandy Freitag wirbelte geschmeidig über die Bühne. Am Ende tanzten die Elferräte, mit dem Weidach-Lied endete der offizielle Teil: Schluss war aber noch lange nicht, denn gefeiert wurde mit "Günthers Musik Express" bis in den Morgen.


Ehrungen beim KVW

Katzhütte-Oelze: In diesem Jahr feiert der Weidacher Karnevalsverein seine seit 25 Jahren bestehende Freundschaft mit Katzhütte-Oelze in Thüringen. EIn Jubiläum, das mit Urkunden für die Gastdelegation gewürdigt wurde.

Michael Busch: Der Coburger Landrat wurde aufgrund seiner Verdienste vom Vorsitzenden Michael Forkel zum Senator des KVWs befördert und erhielt zudem den Jahresorden in Gold aus Händen des Ordenkapitals, Gernot Schöpf, vom Fastnachtsverband Franken.

Renate Schmiedel: Sie wurde für ihre Schneiderkünste ausgezeichnet.