Matthias Heß stört der allgemeine Zustand des Weihers und seines Umfelds. Bis vor einigen Wochen war der Zulauf kaputt, der den Teich mit Wasser speist. Also wurde Wasser aus einem Hydranten in der Nähe entnommen. Das könne ja nicht Sinn der Sache sein, meint Heß und schüttelt den Kopf. Und bis vor diesem Einsatz der Feuerwehr habe es noch schlimmer ausgesehen. "Der Wasserspiegel war so weit runter wie noch nie und auf dem Wasser und drumherum lagen bestimmt 50 Fischkadaver." Die toten Fische wurden fast vollständig entfernt, als die Feuerwehrleute das Wasser im Teich auffüllten.

Matthias Löser, Zweiter Kommandant der Feuerwehr Bertelsdorf, die auch für Glend zuständig ist, bestätigt den Einsatz am Teich. Der Zulauf sei provisorisch so hergestellt worden, dass der Weiher mit Wasser gespeist wird. Gemeinsam mit Vertretern von Hochbauamt und Ordnungsamt sei man vor Ort gewesen, um sich über die Situation zu informieren.

Warum repariert man den Zulauf zum Feuerlöschteich nur provisorisch? Die Antwort hat Ordnungsamtsleiter Gerhard Berwind: "Es laufen Untersuchungen zu einem Feuerwehrbedarfsplan, es geht unter anderem um notwendige Infrastruktureinrichtungen für den Einsatz." Zu dieser Infrastruktur zählt der Löschteich in Glend. Das Gutachten soll die Antwort auf die Frage liefern, ob er überhaupt nötig ist. "Bevor das Gutachten vorliegt, wollen wir von Verwaltungsseite nichts weiter dazu sagen", so Berwind. Selbst wenn die Analyse ergibt, dass die Feuerwehr den Weiher nicht benötigt, bedeute das nicht das Ende des Teichs. "Wir gehen davon aus, dass das Gutachten zu Beginn des neuen Jahres vorliegt - im ersten Quartal 2013."