Mit dem Sieg der VSG Coburg/Grub über das Team der L.E.Volleys Leipzig haben sich die "Grünen" bereits vorzeitig die Herbstmeisterschaft in der 2. Bundesliga gesichert. Am letzten Spieltag der Hinrunde muss das Team von Trainer Milan Maric nun zum unberechenbaren SV Fellbach.
Und Schützenhilfe bekam die VSG auch noch, denn eine starke TGM Mainz-Gonsenheim hatte im Sonntagsspiel den ASV Dachau entzaubert und damit den Weg für die ambitionierten Vestestädter bereitet.
Daniel Sattler, der für die Entwicklung der 2. Bundesligen und deren Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, hat mit seiner Präsentation am Samstag in Coburg Sponsoren und Vereinsmitglieder beeindruckt. Er erklärte, dass es in Berlin gern gesehen wird, wenn eine nordbayerische Mannschaft für Furore sorgt und zwischen den südlichen und östlichen Volleyball-Standpunkten kräftig mitmischt. Auch dafür machte sich Sattler stark und warb für die 1. Bundesliga.
Doch in Grub bleiben die Macher bodenständig, im Mittelpunkt stehen derzeit die bevorstehenden Auswärtsspiele in Delitzsch, Dachau und Leipzig.
Das erste Ziel, den Klassenerhalt hat man sicher in der Tasche. Jetzt kann man mehr als beruhigt nach vorne schauen. Darüber hinaus dürfen natürlich neue, ehrgeizige Ziele formuliert werden. Die Führungsriege will spätestens beim letzten Spieltag dieses Jahres am dritten Advent gegen Zschopau die neue Zielvorgabe bekannt geben. Ein großes Geheimnis sollte dies aber nicht mehr sein, denn längst wird vom Aufstieg in die deutsche Eliteklasse in Coburg gesprochen. Bevor auch der Verein dazu offiziell "Grünes Licht" gibt, sollen aber noch zwei wichtige Spiele gewonnen werden. Übermorgen in Fellbach und am Samstag, 15. Dezember zu Hause gegen Freiburg.
Die Bilanz von Aufsteiger SV Fellbach - das ist eine Vorstadt von Stuttgart - sieht mit 12:10 erkämpften Punkten relativ gut aus. In der Tabelle stehen die Schwaben auf Platz 7 und lassen recht namhafte Mitbewerber hinter sich. Dies dürfte auch das Ausrufezeichen in Richtung des Trainers Milan Maric bedeuten, der warnend den Finger hebt: "Klar, mit Fellbach wartet wieder einer dieser jungen und unberechenbaren Mannschaften auf uns. Es ist recht schwierig, diesen Neuling einzuschätzen. Wir werden aber mit dem ganzen Kader in Fellbach anreisen und versuchen, alle Hebel an der richtigen Stelle einzusetzen".
Am Samstagabend gewann die Mannschaft um ihren Trainer Diego Ronconi beim Tabellendrittletzten TSV Zschopau mit 3:2 (25:27, 26:24, 25:20, 22:25, 15:12). Damit gelang einer der sogenannten Pflichtsiege, bei denen es galt, die eigene Favoritenrolle in einen Erfolg umzusetzen. Der Abstand zu den Abstiegsrängen ist fast schon komfortabel. Vier weitere Siege und man kann bereits den Klassenerhalt feiern.
Ein Sieg gegen Coburg würde den Fellbachern besonders gefallen, denn wenn sie den Spitzenreiter schlagen, sorgen sie bundesweit für Aufsehen. Ob dies die VSG-Spieler aber zulassen, das wird sich am Samstag im "Schwabenländle" zeigen. fh