Was kann die VSG Coburg/Grub in Düren am Samstag erreichen? Der Aufsteiger begeisterte auf jeden Fall gegen den Meister aus Berlin mit großem Kampfgeist, einer deutlich verbesserten Annahme und optimistischen Statements nach dem 1:3-Match. Doch daraus gleich abzuleiten, dass in Düren den Bock umgestoßen und gewonnen wird, ist wohl zu viel verlangt.
Der Weg nach Düren wird vielmehr wieder ein schwerer, denn nach Bühl, Haching, BR Recycling nun am Samstag Düren und anschließend noch Friedrichshafen - die Liga-Schwergewichte prüfen zu Saisonbeginn das Schlusslicht aus Coburg. Zu deren internationalen Aufgaben der Gegner kommt die VSG sozusagen im Sandwich dazu.
"Vielleicht kann es ein Vorteil sein, wenn wir gegen Gegner spielen, die in englischen Wochen stecken", hofft aber nicht nur VSG-Vorsitzender André Dehler.
Ob es in Düren zu einem Satzgewinn reicht, wird von verschiedenen Faktoren abhängen, so auch davon, ob das im Berlinspiel getankte Selbstvertrauen neue Kräfte freisetzen kann. An der Leistungssteigerung der jungen Spieler Daniel Malescha und Adam Kocian gibt es keinen Zweifel. Wer von den anderen Spielern die Führungsrolle von den weiterhin verletzten Merten Krüger und Paul Lohrisch einnehmen kann, wird sich zeigen. Noch zwei Spiele, eben jetzt in Düren und gegen Friedrichshafen hat die VSG dazu Zeit.
Selbstvertrauen strahlte nach dem letzten Heimspiel auch VSG-Kapitän Hansi Nürnberger aus, doch bei aller positiver Entwicklung, müssen in jedem Satz 25 Punkte her, um ihn zu gewinnen. VSG-Trainer Milan Maric gibt sich ruhig und analysiert den Gegner, wie gewohnt sachlich: "Da wir weiterhin auf Paul und Merten verzichten müssen, wird das Spiel gegen Düren für uns eine ähnlich schwere Aufgabe, wie letzte Woche gegen Berlin. Düren hat sich im Vergleich zur letzten Saison nochmal personell verstärkt und damit an Qualität gewonnen!"
Evivo Düren ist Tabellenzweiter, aber nur deshalb, weil die Dürener ein Spiel weniger haben als Bühl. Die Trauben hängen hoch am Rhein, doch vielleicht kann der Wille und Kampfgeist der VSG Berge versetzen. Das Dürener Spiel besticht durch eine sehr gute Annahme und auf der Spielmacherposition steht mit Evan Barry ein echter Zuspielfuchs.
Besonders stark zeigte sich in den letzten Spielen der Block, der auch beim Dürener Sieg über Meister Berlin eine große Rolle spielte. Maric muss sich auf viele Dinge einstellen, die für einen Überraschungscoup notwendig wären. Die Fans in Oberfranken erwarten realistischerweise keine Wunder, doch sie erwarten Kampfgeist und ein optimistisches Auftreten der "Hammerschmiede". rm