Den "Rumms" hat man in 200 Metern Entfernung deutlich gespürt. Der Knall dagegen war äußerst sanft, auch die Staubentwicklung. Im "Gewerbepark Frankenring" an der A 73 wird eine Tankstelle errichtet. Als vorbereitende Maßnahme musste das Gestein gelockert werden, um das Erdreich abtragen zu können. Da musste gesprengt werden.

Wer von Coburg kommend über die Anschlussstelle der B 303 zur A 73 fährt, wird bemerkt haben, dass linker Hand nach Abtrag des Mutterbodens eine fast weiße Landschaft entstanden ist. Es ist Sand, darunter Fels. Dieser war zu sprengen, um den Grund für das Fundament betonieren zu können. Das Sprengkommando aus dem thüringischen Lehesten ging konzentriert zu Werk. Von den 138 Bohrlöchern mit einer Tiefe von zwei bis fünf Metern wurden zunächst etwa 20 in zwei Sprengungen "in die Luft gejagt". Die Ebersdorfer bemerkten es überhaupt nicht, da der Sprengbereich schall- und staubdicht abgesichert war. Es gab deshalb auch keinen Steinflug. "Wir brauchen insgesamt 500 Kilogramm Sprengstoff und pro Sprengloch werden 1,4 bis 12,5 Kilogramm eingeführt", erklärte Sprengmeister Reinhard Weiß.

Bevor es losging, sperrten die Ebersdorfer Feuerwehr und die Polizei die Kreisstraße CO 13 ab der Zufahrt zur B 303 bis hin zum Kreisverkehrsplatz Zeickhorner Straße einschließlich der Zufahrt zum Gewerbegebiet. Fragte doch eine Polizistin, die die Sperrung überwachte, den Presseberichterstatter beim Gang zum Auto: "Das soll‘s wohl gewesen sein?"