Lange wurde am Samstag beim abstiegsgefährdeten Regionalligisten in der Führungsetage diskutiert. Nach einer Krisensitzung war entschieden, dass man sich von Schöll, der erst vor zwei Monaten für den zurückgetretenen Dieter Kurth als neuer Hoffnungsträger eingesprungen war, trennt. Grund: Aus den sechs Begegnungen unter Schölls Regie holten die "Blau-Weißen" nur einen Punkt (2:2 gegen FC Augsburg II). Da die erhoffte Wende ausblieb und vor allem die Unruhen im Spielerkader immer größer wurde, sahen der Großteil der Verantwortlichen akuten Handlungsbedarf. Geplant war, dass Reservecoach Stefan Braungardt als Interimscoach einspringt und das Team wieder in ruhigeres Fahrwasser bringen soll. Ein Teil der Spieler wurde bereits von diesen Absichten des Vorstandes informiert.

Doch dann kam doch alles anders. Klaus Schillig war nach reiflicher Überlegung mit dieser Personalpolitik
nicht einverstanden und soll dem Fürther Andreas Schöll das Vertrauen ausgesprochen haben. Daraufhin haben angeblich mehrere Spieler um ihre sofortige Freigabe gebeten. Dass sich der Klub in der Winterpause von einigen Spielern trennen wird und die Tatsache, dass Schöll mindestens bis zum Saisonende Cheftrainer in Frohnlach bleibt, bestätigte am Sonntag VfL-Vorsitzende Christina Schön dem Internet-Portal "Anpfiff".