Sie versieht das Ehrenamt als Mitglied der Fraktion Gemeinschaft Unabhängige Bürger (GUB). Ohne Gegenstimmen befürwortete der Gemeinderat die von der GUB-Fraktion vorgeschlagene Neubesetzung der Ausschüsse. Damit gehört Andrea Tschirge dem Bau- und Umwelt- sowie Rechnungsprüfungsausschuss als ordentliches Mitglied an. Stellvertreterfunktion übernimmt sie im Haupt-, Finanz- und Personalausschuss, im Kultur- und Sport- sowie Werkausschuss. In der Funktion als GUB-Fraktionsvorsitzender rückt Claus Dötschel (Hassenberg) nach.

Die Gemeinde Sonnefeld hat im Rechnungsjahr 2015 gut und sparsam gewirtschaftet. Das bestätigte Kämmerer Heiko Lech bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung. Bei einem Gesamtvolumen von 13,2 Millionen (9,0 Millionen Euro davon im Verwaltungshaushalt) weisen die vorläufigen Jahresabschlussdaten einen Überschuss in Höhe von zehn Prozent (1,326 Millionen) aus, die in den Vermögenshaushalt fließen. Damit, so Lech erfreut, seien die Pflichtvorgaben weit überschritten. Weitere 0,9 Millionen kommen den allgemeinen Rücklagen zugute.
Im gleichen Zeitraum konnte Sonnefeld seinen Schuldenstand durch ordentliche Tilgungen um 218 000 Euro auf 2,832 Millionen Euro zurückführen. Das zu beschließende endgültige Zahlenspiel kündigte Bürgermeister Michael Keilich (CSU) für die April- oder Mai-Sitzung an.


Gemeinde unterstützt Verein

Der Reit- und Fahrverein Sonnefeld und Umgebung (Sitz Bieberbach) kann für anstehende Sanierungsmaßnahmen an seinen Turnierreitanlagen Finanzmittel aus der Gemeindekasse erwarten. Für den Verein erläuterte Klara Heymann, dass der Boden nach mehr als zehn Jahren Nutzung in der Abreitehalle (800 Quadratmeter) als auch in der Turnierhalle (1800 Quadratmeter) abgenutzt und eine Erneuerung unabdingbar sei. Außerdem soll eine mobile Reithallenberegnung angeschafft werden. Drittens sei 2017 die Erneuerung des Sandbodens für den Abreiteplatz geplant. Nach Vorberatung im Kultur- und Sportausschuss wird das Projekt (veranschlagte Gesamtkosten 178.000 Euro) mit zehn Prozent des nachgewiesenen Aufwands gefördert. Allerdings legte das Gremium die auf mindestens zwei Haushaltsjahre zu verteilende Höchstförderung auf 20.000 Euro fest. Über eine zusätzliche Bürgschaftsabsicherung wird der Gemeinderat in der Märzsitzung abschließend beraten.

Hauptamtsleiter Stefan Markus und Bauamtschef Stefan Dümmlein erläuterten das von der Deutschen Bahn betriebene Planfeststellungsverfahren für die Erneuerung der bestehenden 110-kV-Bahnstromleitung. Die seit der Elektrifizierung der Hauptstrecke Nürnberg - Berlin über die Frankenwaldrampe im Jahr 1939 von Ebensfeld nach Steinbach am Wald führende Einrichtung kreuzt das Sonnefelder Gemeindegebiet im Osten. "Wir wollen unsere Zustimmung zum Verfahren nicht verweigern", lautete Keilichs Kommentar. Die einstimmig befürwortete umfassende Erneuerung der Süd-Nordtrasse ist mit Verschiebung und Erhöhung (bis 31 Meter) von Leitungsmasten in den Bereichen Sonnefeld, Weischau, Gestungshausen, Zedersdorf, Weickenbach, Hassenberg und Wörlsdorf verbunden.


Zwei Ausschreibungen

Eine europaweite Ausschreibung musste für die Neuvergabe der Schülerbeförderung (Grund- und Mittelschulbereich) erfolgen. In diesem Bereich arbeitet Sonnefeld mit den Grundschulstandorten Weidhausen und Mitwitz zusammen. Ebenfalls öffentlich ausgeschrieben sind Leistungen für Erschließungsanlagen (Ver- und Entsorgung, Leitungs- und Straßenbau) im Neubaugebiet "Am Dorfberg". Mit Abschluss der Arbeiten rechnet die Kommune im Spätsommer.

Noch nicht in trockenen Tüchern ist die vorgesehene neue Nutzung des früheren Baywa-Areals für drei Holzvergaseranlagen an der Rothgasse. Das gab der Bürgermeister bekannt. Nach einer Anfrage in der Sonnefelder Bürgerversammlung sei bekannt geworden, dass das Landratsamt Auflagen mache und eine Bürgerbeteiligung (Nachbarn) erforderlich sei. Und vonseiten der Gemeinde bestünden Bedenken wegen der Einleitung entstehender Abwässer in die vollbiologische Kläranlage.