Mit den beiden am Donnerstag bei der vorweihnachtlichen Ehrensitzung Ernannten, hat die Gemeinde wieder die von der Satzung vorgeschriebene Höchstzahl von fünf lebenden Ehrenbürgern erreicht. Die anderen drei Ehrenbürger sind: Fritz Werner Finzel, Arno Stammberger und Günther Kob. Mit launigen Worten nahm letzterer die beiden "in den Kreis der Ehrenbürger-Fraktion" auf.
Menschen, die sich in besonderem Maße für das Wohl der Gemeinde und ihrer Bürger einsetzen, einen Dank auszusprechen, sei für ihn eine besondere Ehre, meinte Bürgermeister Rolf Rosenbauer bei der Laudatio. Bei den beiden verdienten Mitbürgern handele es sich keineswegs um "inflationäre Ehrungen" und schon gar nicht um alltägliche oder alljährliche Ehrungen. Die Ehrenbürgerwürde sei die höchste Auszeichnung, die die Gemeinde verleihen könne, betonte er.

Helmut Gelhaar richtete in drei Jahrzehnten seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Gemeinderat sein Hauptaugenmerk auf eine solide Haushaltsführung. Grund dafür wird sein Beruf als Kreiskämmerer gewesen sein. Ein Wortbeitrag von Helmut Gelhaar habe stets Gewicht gehabt. Vielseitig und weitsichtig sei sein Engagement in verschiedenen Funktionen gewesen. Rosenbauer: "Der Name Helmut Gelhaar steht in der Gemeinde auch noch heute beispielhaft für Freundlichkeit, Kompetenz und Engagement in Politik und Gesellschaft."

Reinhart Freiherr von Stockmar von Wangenheim war insgesamt 35 Jahre Mitglied des Gemeinderats. In dieser Zeit habe er es verstanden, die Belange der Bürgerinnen und Bürger zunächst von Obersiemau, später aller Bürger der Gemeinde zu vertreten und wegweisende sowie kreative Ideen zur Fortentwicklung der Kommune einzubringen, hob der Bürgermeister hervor. Sein Plus sei stets Sachlichkeit und Entscheidungskompetenz über Parteigrenzen hinweg gewesen.
Unter Karl Zeitler war er von 1984 bis 1990 Zweiter Bürgermeister. Er überwachte viele Jahre als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses (mit Gelhaar) die ordnungsgemäße Verwendung der Finanzen. Er habe sich in diversen Ausschüssen genauso wohl gefühlt wie in der Schulverbands-Versammlung. Zudem sei er noch in vielen weiteren Gremien erfolgreich vertreten gewesen.

Durch Landrat Michael Busch, KBM Krischa Heim und KBI Christian Boßecker wurden zudem an diesem Abend Feuerwehrleute mit dem Silber- und Goldehrenzeichen ausgezeichnet. Für 25-jährige Dienstzeit waren dies: Jens Golle (Stöppach) und Mark Martin (Untersiemau). Mit dem goldenen Ehrenzeichen für 40-jährige Dienstzeit gewürdigt wurden folgende Wehrleute: Michael Morgenroth, Joachim Reißmann und Siegbert Paschold (alle Scherneck) sowie Norbert Engelhardt und Michael Pödtke (beide Untersiemau). Zudem erhielten die 40-Jährigen einen Gutschein für eine Erholung in Bayrisch Gmein. Die Gemeinde Untersiemau legte noch einen Gutschein drauf für eine Begleitperson.


Rein in die Strabs - und raus aus der Strabs

Aus den Medien habe man erfahren, von einer in dieser Schnelle nicht erwarteten bereits durchgeführten ersten Lesung des Gesetzesentwurfs zur weiteren Änderung des Kommunalabgabengesetzes und Finanzausgleichsgesetzes durch den Bayerischen Landtag. Daher regte Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU) bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag an, die beschlossene Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs) der Gemeinde bis auf weiteres ruhen zu lassen. Dass erst die Bestätigung durch die Rechtsaufsicht abgewartet werden soll, um weitere Schritte zu unternehmen, dafür stimmte das Gremium. Der Antrag von Timo Sommerluksch (CSU), die Satzung aufzuheben, wurde mit 15 : 1 Stimme abgelehnt.

Letztmalig wurden im Jahr 2012 im Rathaus sowohl Server als auch ein Teil der IT-Infrastruktur ausgetauscht. Aufgrund der rasanten Entwicklung mit der Notwendigkeit zu besseren Leistungskomponenten und sicherheitstechnischen Aspekten sei es notwendig, wichtige Komponenten zu ersetzen. Daher beschloss das Gremium, den Komplettauftrag für den Austausch an ein Untersiemauer Unternehmen zu vergeben. Dieses hatte das wirtschaftlichste Angebot in Höhe von etwa 38.000 Euro abgegeben.

Wegen eines Schadens am Mischwasserkanal in der Schernecker Hirtengasse wurde eine TV-Befahrung durchgeführt. Eine Komplettsanierung sei wegen des schlechten Zustands nicht mehr möglich. Deshalb wird durch das planende Ingenieurbüro vorgeschlagen, im Rahmen eines ersten Bauabschnitts auf einer Länge von 95 Metern den Kanal neu zu verlegen. Zu einem späteren Zeitpunkt soll ein zweiter Bauabschnitt mit 105 Metern folgen. Daher beauftragte das Gremium das Ingenieurbüro, die notwendigen Baumaßnahmen des ersten Bauabschnitts mit sieben neuen Hausanschlüssen zu planen. Um die Arbeiten anschließend beschränkt auszuschreiben. Kosten etwa 110.000 Euro.

Auch wurden die notwendigen Bauarbeiten im Haarther Kellerweg an der Wasserversorgung für die Wintermonate ausgeschrieben. Die Arbeiten sollen über einen längeren Zeitraum im Jahr 2018 durchgeführt werden. Aufgrund größerer Wasserverluste und obwohl die Maßnahme finanziell sehr aufwendig sein wird, wird empfohlen, im Bereich Kellerweg/Triebsdorfer Straße die Leitung neu anzubinden. Daher wurde das Ingenieurbüro Kittner & Weber beauftragt, die notwendigen Baumaßnahmen zu planen und anschließend beschränkt auszuschreiben.

Was war sonst noch?

Im Zusammenhang mit dem auszutauschenden Stahlbeton-Antennenträger (Funkmast) im Grubenweg wird durch die Gemeinde wegen der vorgelegten Unterlagen des Hauptnetzbetreibers Deutsche Telekom auf die Findung von weiteren Alternativstandorten verzichtet. Diese würden nämlich den Empfang verschlechtern.

Für die Erschließung des Bereichs Herrenleite Bauabschnitt (BA) III in Birkach am Forst, wurde das Büro Koenig & Kühnel beauftragt, im Rahmen der Leistungsphasen zu planen und beschränkt auszuschreiben.

Für die Erschließung des Bereichs Gewerbering Süd, BA III, wurde das Büro Kittner & Weber beauftragt, die notwendigen Maßnahmen zu planen (inklusive Ringschluss der Straße Gewerbering) und beschränkt auszuschreiben. Ebenfalls wurde Kittner & Weber beauftragt, die kleineren Straßensanierungsmaßnahmen im Haushaltsjahr 2018 (unser Bericht vom 8. Dezember) zu planen und im Rahmen der festgelegten Firmenliste beschränkt auszuschreiben.

Zudem gab Rolf Rosenbauer bekannt, dass von der Polizei befürwortet, an der Sonne ein verkehrsberuhigter Bereich eingerichtet wird. Inklusive zusätzlicher Parkplätze soll dies im Frühjahr geschehen.