Die Ergebnisse des Bezirksentscheids Oberfranken 2017 im 26. Bundeswettbewerb"Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" stehen nun fest.

Ausgehend von 85 teilnehmenden Dörfern im Kreisentscheid durften laut den Leitlinien des Wettbewerbes vier Goldmedaillen in Oberfranken vergeben werden. Diese Dörfer nehmen am Landesentscheid im kommenden Jahr teil. Die oberfränkischen Goldmedaillengewinner sind Harsdorf im Landkreis Kulmbach, Heidelheim, Stadt Selb, im Landkreis Wunsiedel, Issigau im Landkreis Hof und Oberleiterbach, Markt Zapfendorf, im Landkreis Bamberg. Zu den sechs Gewinnern der Silbermedaille gehört Ahorn im Landkreis Coburg.

Die Bewertungskommission im Regierungsbezirk Oberfranken hat vom 10. bis 18. Juli 14 Orte besucht. Oberfrankens Dörfer präsentierten sich sehr gut vorbereitet und beeindruckten die Jury mit ihrem herausragenden Engagement der Dorfgemeinschaft, teilt das Gartenbauzentrum Bayern Nord am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kitzingen mit, das mit der Durchführung des Bezirksentscheids betraut war.


Auf fünf Punkte geachtet

In fünf Themenbereichen wurden die Ortschaften bewertet. Dabei sei in allen Orten die wachsende Identität mit der Heimat, die in ein hochmotiviertes ehrenamtliches Engagement mündet, als sehr erfreulich gesehen worden, heißt es in der Pressemitteilung. Die Dörfer in Oberfranken seien mitten im demografischen Wandel angekommen und stellten sich dieser Herausforderung. Die Gemeinden hätten erkannt, dass aktive Innenentwicklung für lebendige und vitale Dörfer zukunftsweisend ist.

Gerade die kleinen Dörfer nähmen aufgrund knapper Kommunalfinanzen ihre Entwicklung selbst in die Hand. Im sozialen und kulturellen Bereich sei eine Steigerung im Vergleich zu den letzten Wettbewerben festzustellen, so dass es für die Kommission immer schwieriger werde, die geringen Unterschiede zu bewerten. Wie es in der Mitteilung weiter heißt, seien die Gemeinden mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in den Wettbewerb gegangen und hätten ihr Hauptaugenmerk nicht auf den Sieg allein gerichtet. Vielmehr sähen die Dorfgemeinschaften den Wettbewerb als Chance, ihren Ort vor allem durch nachhaltige Projekte voranzubringen.