Der Opel eines 20-Jährigen war von der Straße abgekommen und gegen einen Baum gekracht. Die 16-jährige Beifahrerin konnte nur noch tot aus dem Opel geborgen werden.

Fakt ist, der 20-jährige Unfallfahrer und sein Kontrahent im Audi kannten sich nicht. "Das Wort Wettrennen werden Sie deshalb von mir nicht hören", betonte Anton Lohneis auf Tageblatt-Nachfrage. Denn ein Wettrennen würde voraussetzen, dass sich die beteiligten Fahrer vorher verabredet oder zumindest verständigt hätten. Hier aber sei nichts dergleichen geschehen.

Tragisches Zusammentreffen
Das getötete 16-jährige Mädchen aus dem Landkreis Hildburghausen saß als Beifahrerin in dem Opel Calibra, der von Bad Rodach in Richtung Coburg unterwegs war. Kurz nach 1 Uhr setzte ein Audi an, den Opel zu überholen. Davon habe sich der 20-jährige Opelfahrer offenbar provoziert gefühlt, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt. Weil er den Audi vermutlich keinesfalls vorbeilassen wollte, gab der junge Mann ebenfalls Gas. Nach Lage der Ermittlungen fuhren die beiden Autos dann mit erheblicher Geschwindigkeit nebeneinander her, streiften sich schließlich, wobei der Opel von der Fahrbahn abkam und - mit der Beifahrerseite voraus - mit voller Wucht gegen einen Baum krachte. Die 16-jährige Beifahrerin starb noch an der Unfallstelle, die beiden Autofahrer wurden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.


Wie Lohneis bestätigte, hat die Coburger Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den Opel-Fahrer aufgenommen - wegen fahrlässiger Tötung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.