Wer ein Faible für weihnachtliche Weisen mit dem Etikett "Made in USA" hat, ist bei diesem Konzert am richtigen Ort. Wenn die Albert's Brass Showband am Vorabend des zweiten Advents in die Coburger Heilig-Kreuz-Kirche bittet, muss das zahlreiche Publikum nicht lange auf "Jingle Bells" und "Have yourself a merry little Christmas" warten.

"Brass & Choir" steht lapidar auf dem Programmzettel - Blechbläser und Chor teilen sich die kurzweilige Programmfolge, die eine große Dosis amerikanischer Weihnachts-Hits bietet. Auch bei der inzwischen schon 14. Auflage dieses weihnachtlichen Konzerts mit der Bigband des Gymnasiums Albertinum bewährt sich Uwe Friedrich als versierter Band-Leader, der die junge Musikerschar mit knappen Gesten stets souverän führt. Die Programme der swingenden Weihnachtskonzerte mit der Albert's Brass Showband mögen sich von Jahr zu Jahr durchaus ähneln - müde Routine macht sich dennoch nie breit. Allein schon deswegen nicht, weil diese schulische Bigband durch den steten Wechsel der Schüler immer in Bewegung bleibt. In diesem Jahr ist der Wechsel an einigen Pulten nicht nur sichtbar, sondern durchaus hörbar.

Verständlich, dass sich unter diesen Umständen an dem einen oder anderen Detail noch feilen lässt. Aber das nötige Einfühlungsvermögen für swingende Rhythmen macht sich dennoch immer wieder bemerkbar, auch der Klang ist in weiten Teilen schon beachtlich abgerundet.


Platz für junge Solo-Künstler


Zwischen den Bigband-Auftritten bleibt Platz für einige solistische Beiträge - Gelegenheit also für junge Talente, sich zu präsentieren. Das gilt für den einfühlsam musizierenden jungen Gitarristen Elias Pfetscher mit "Un Dia de Noviembre" von Leo Brouwer. Das gilt aber auch für ein Saxofonquartett unter Leitung von Ninette Soyez-Plitzner. Unter Leitung von Claudia Habram steuert der Oberstufenchor des Albertinums zwei weihnachtliche Sätze von Peter Cornelius und John Rutter bei (Sopran-Solo: Fenny Kreuz).

Und schließlich präsentiert sich mit Clara Sölch ein junges Gesangstalent gleich mit drei Stücken - und von Auftritt zu Auftritt merklich sicherer und selbstbewusster und mit sensiblem Gespür für den besonderen rhythmischen Puls dieser Musik.

Schließlich erlebt das beifallsfreudige Publikum noch eine Premiere - den ersten Auftritt der in diesem Schuljahr neu formierten Albert's Jazz Band. Die Band, von Marco Plitzner mit knappen Impulsen geführt, übt sich engagiert und durchaus mit Talent in der schwierigen Kunst, einen Weihnachts-Hit wie "Jingle Bells" mit kleinen improvisatorischen Akzenten zu bereichern.

Am Ende gibt es verdientermaßen reichlich Beifall für alle Beteiligten und eine dankbar aufgenommene Zugabe.