Aus der trockenen Ankündigung "Energiecoaching" wurde schnell eine hochinteressante, unterhaltsame Darstellung der ersten Untersuchungen zur Energiewende in der Gemeinde. Referent war der Geschäftsführer der unabhängigen Energieagentur Nordbayern, Wolfgang Böhm.

Lautertal war eine von ganz wenigen Gemeinden in Oberfranken, die eine kostenlose, vom Wirtschaftsministerium zu 100-Prozent geförderte Untersuchung und Initialberatung zur Anmoderierung des Themas Energiewende genehmigt bekommen hatte. Dazu hatte eine Begehung der Schule am Lauterberg stattgefunden, die von der Kommune als Liegenschaft ausgewählt wurde.

Herausgekommen sind eine ganze Menge Anregungen zum Energiesparen von der Nutzung von Schalterleisten über das Durchlaufenlassen von Warmwasserboilern in den Ferien und Tipps zum Betreiben der Heizung. Böhm regte beim Gemeinderat an, sich über den Ersatz der 1971 installierten Lüftungsanlage durch eine mit Wärmetauschern Gedanken zu machen. "Da ist wirklich auf Dauer eine Unmenge Energie einzusparen, und die Energiewende fängt nun mal beim Sparen an", legte Böhm dar.

Die Initiativen sollten von den Rathäusern ausgehen unter Einbeziehung der ansässigen Firmen und der Bevölkerung, gab er zu verstehen. Angesichts des Verbrauchs von 1,4 Megawattstunden Strom, der Verbrennung von 3,6 Millionen Litern Heizöl pro Jahr in Lautertal und einem Mittelabfluss von rund 2000 Euro pro Bürger und Jahr für Energieeinkauf werde deutlich, was eine Erhöhung der Zahl dezentralen Anlagen für erneuerbare Energien bringen könnte. "Energiewende ist regionale Wertschöpfung. Das führt zu einem Widerstreit der Interessen mit den großen Stromerzeugern", machte er deutlich.

Ein enormes Potenzial an Biomasse sei mit einem Flächenanteil von 46 Prozent im Gemeindegebiet gegeben. Mit dem Einsatz von Photovoltaikanlagen für das Rathaus und das Feuerwehrhaus, gefördert durch den Freistaat, könne man mit Pilotprojekten vorangehen. Entscheidend sei eine von Firmen unabhängige Beratung zu allen Energiefragen, bei der stets praktischer Nutzen im Vordergrund stehe. Im Spätsommer werde er dem Gemeinderat das Ergebnis der fünftägigen kostenlosen Untersuchungen mit Handlungsempfehlungen vorlegen. Er empfahl jedermann, einen Blick auf den Förderkompass unter www.energieagentur-nordbayern.de zu werfen.


Spielplatz in Auftrag gegeben


50 000 Euro hat die Kommune als Kostenrahmen für den Bau eines Spielplatzes im neuen Wohngebiet Sonnenleite veranschlagt. Das im Vergleich zu den ersten Planungen von 2012 abgespeckte Konzept für den Bau wie für die Ausstattung mit Spielgeräten und Bänken stellte Landschaftsarchitekt Klaus Täuber von der Bamberger Planungsgruppe Strunz den Gemeinderäten vor.

Die am Hang liegende nun verkleinerte Fläche wird dabei in zwei für kleine und etwas größere Kinder geeignete Spielebenen aufgeteilt. Kletterturm, Drachen, Schaukel und Sandkiste sind geplant. Eine von Renate Kotschenreuther gegebene Anregung zur Aufstellung eines praktischen, geeigneten Abstelltisches wurde in den Gesamtbeschluss aufgenommen.


Busse fahren öfter

Bürgermeister Sebastian Stra ubel wies darauf hin, dass Busse mit Inkrafttreten des neuen Nahverkehrsplans täglich je sechsmal in Richtung Norden und nach Coburg fahren, samstags jeweils dreimal und sonntags je zweimal. In der Diskussion wurde erneut deutlich, dass die Nutzerfrequenz der Busse für die Bereitstellung von Fahrten entscheidet.


Verlängerung

Es wird gewünscht, die Fortführung der bisherigen SÜC-Busanbindung (Coburg/Wendeplatz Unterlauter) bis zum Ortsausgang Oberlauter mit aufzunehmen. Die zusätzlich erforderliche Anbindung der nördlichen Gemeindeteile Tiefenlauter bis Rottenbach sollte im Bedarfsverkehr erfolgen.

Zwingend sei auch die Aufrechterhaltung der Schulbusverbindung Dörfles-Esbach / Lautertal, so Straubel.