"Die SÜC ist Vorreiter bei der Elektromobilität in der Region", teilt der Versorger in einer Presseerklärung mit. Offiziell in Betrieb genommen wurde jetzt eine sehr leistungsstarke Schnellladesäule für Elektro-Autos auf der Lauterer Höhe. Direkt neben dem Verkehrskreisel der Niorter Straße auf dem Parkplatz der HUK-Coburg-Arena ist die Ladesäule des Coburger Versorgungsunternehmen installiert worden.

"Zwischen Erfurt und Nürnberg ist das bislang die einzige Lademöglichkeit mit einer Leistung von bis zu 150 Kilowatt", stellt Dietmar Benkert fest. Bundesweit gebe es davon etwa ein Dutzend, so der SÜC-Hauptabteilungsleiter Elektrizität weiter. Durch die hohe Leistung können geeignete Fahrzeuge in etwa einer halben Stunde Strom für eine Fahrleistung von rund 200 Kilometern in ihre Batterien laden.

Damit ist die neue Power-Ladestation nahe der Autobahn besonders für Durchreisende von Interesse. "Die Ladegeschwindigkeit ist von der Batteriegröße und der technischen Ausstattung des Wagens abhängig", führt Benkert weiter aus.

Gleichzeitig drei Elektrofahrzeuge mit verschiedenen Systemen (AC, CHAdeMO, CCS) können an der Niorter Straße mit Energie versorgt werden. Die Ladekabel mit den passenden Steckern sind - so wie bei Benzin-Zapfsäulen auch - fest installiert und werden aus der Säule zum Wagen gezogen. "Das eigene Ladekabel kann im Wagen bleiben."

Abgerechnet wird der Strom im Minutentakt. Für die verschiedenen Fahrzeuge, die Restladung der Batterie und die Ladeleistungsstufen gibt es eine Preisstaffelung. Bezahlt werden kann per SMS sowie mit allen gängigen Ladekarten der verschiedenen Anbieter.

Auch die SÜC bietet eine Ladekarte für Elektroautos an, "die an den zurzeit in Europa aufgestellten Ladesäulen eine breite Akzeptanz hat", sagt Benkert. Wobei die Städtischen Werke Coburg an ihren eigenen Ladesäulen mit dem SÜC-Logo einen Rabatt von zehn Prozent einräumen. Die Karte kostet einmalig 50 Euro; Gas-, Wasser- und Stromkunden der SÜC können eine Karte für 25 Euro erwerben. Die Abrechnung der elektrischen Energie erfolgt über Charge IT. Detaillierte Informationen gibt es auf der SÜC-Homepage www.suec.de/Strom/Elektromobilität.

Die Power-Ladesäule hat das Bundesverkehrsministerium mit 40 Prozent gefördert. Die Kosten betrugen insgesamt rund 150 000 Euro. "Dafür können dort die E-Fahrzeuge auch der nächsten und übernächsten Generation aufgeladen werden", weist SÜC-Hauptabteilungsleiter Benkert auf die Zukunftssicherheit hin.