Die Zahl der Störche in der Region ist in den vergangenen Jahren erfreulich gestiegen. Grund für Vogelkundler, sich intensiv mit den Lebensbedingungen und Bewegungen dieser Tiere zu beschäftigen. Um mehr darüber zu erfahren, wo Störche sich so aufhalten, wurden einige Tiere im Raum Bamberg im Juli mit Sendern ausgestattet - mit verblüffenden Erkenntnissen.

Auf der Internetseite Movebank.org kann jeder, der sich dafür interessiert, sehen, wo beispielsweise die Storchenjugendlichen Carolin, Viola, Sepp und Ziegentom gerade sind und wie sie dort hin kamen.

Da staunten die Coburger Mitarbeiter vom Landesbund für Vogelschutz nicht schlecht. Sebastian Weigand von der LBV-Geschäftstelle in Dörfles-Esbach sprach von einer regelrechten Storcheninvasion im Raum Bad Rodach. Die vier Vögel mit Sender schlossen sich offenbar einer größeren Gruppe an, die aus dem Landkreis Bamberg über Kulmbach bis nach Mittelfranken kreisten. Innerhalb weniger Tage schauten die rund 20 Störche in Rothenburg ob der Tauber vorbei und landeten schließlich am vergangenen Wochenende in Bad Rodach, wo sie erst einmal blieben."Nach einem Abstecher zum Goldbergsee haben sie in Bad Rodach übernachtet", bestätigt Sebastian Weigand.

Das "Beweisfoto" lieferte schließlich der LBV-Ortsvorsitzende in Bad Rodach, Udo Rose. Immerhin sieben Exemplare aus der Storcheninvasion bekam er gleichzeitig vor die Linse. Gezählt hat er bei einem Nachmittagsspaziergang tatsächlich 20 Tiere in den Rodach-Wiesen, die er zufällig entdeckte. Er beobachtete auch, dass die Störche am nächsten Morgen noch auf den Dächern der Kurstadt saßen.
Dass Tiere mit Sender dabei waren, zeigt ein Blick auf die Seite von Movebank. rlu