Neustadt — Einen Wunsch, der schon bei der Meilschnitzer Bürgerversammlung zu Jahresbeginn laut wurde, hat jetzt der Verkehrssenat erfüllt. An der Kreuzung der Effelder Straße mit der Edgar-Müller-Straße wird nun ein Stoppschild aufgestellt. Die Meilschnitzer erhoffen sich dadurch mehr Sicherheit im Straßenverkehr.
Die Schwierigkeiten an der Kreuzung waren aufgetreten, als die Effelder Straße eine neu gestaltete Anbindung bekam. Durch den neu entstandenen großzügigen Kurvenradius sei auch die Geschwindigkeit der Autofahrer an der Kreuzung deutlich angestiegen. Mehrfach, hieß es schon bei der Bürgerversammlung, seien deshalb auch Fußgänger und Radfahrer gefährdet worden. Auch eine zwischenzeitlich errichtete Fußgängerinsel habe kaum positive Effekte gebracht.

Die Situation gibt es her

Auf Vorschlag von Detlef Heerlein vom Ordnungsamt nahm der Verkehrssenat die Kreuzung in Augenschein und schloss sich einstimmig dem Vorschlag Heerleins an, dort ein Stoppschild aufzustellen. Die Gefahrenlage an der Kreuzung, da war man sich einig, gebe ein solches Schild her.

Eine aktuelle Information für den Senat betraf die Eisfelder Straße. Diese wird schon zu Beginn der Sommerferien in eine Einbahnstraße verwandelt. Grund sind dringende Arbeiten der Stadtwerke an der Gasleitung. "Fahrzeuge stadteinwärts können fahren, stadtauswärts ist die Durchfahrt nur für Radfahrer möglich", sagte Heerlein. Für die Baumaßnahme sind zwei Bauabschnitte vorgesehen - der erste läuft vom 31. Juli bis etwa zum 21. August. Der zweite folgt danach bis zum 11. September. Während dieser Zeit müssen sich die Autofahrer auf erhebliche Behinderungen im Abschnitt zwischen dem Bahnübergang und der Knochstraße einstellen. Der "Edeka"-Parkplatz kann dann allerdings über die Mörikestraße erreicht werden.

Der Empfehlung des Radwegeausschusses folgend, beschloss der Verkehrssenat die Asphaltierung des Radweges nach Rödental im Bereich der "Heubrücke". Falls es die Haushaltslage zulässt, soll der Bau eines Geh- und Radweges an der Heubischer Straße außerhalb des Ortes dann folgen.

Freie Wahl, aber nicht überall

Die Benutzungspflicht für außerorts verlaufende Radwege - beispielsweise zwischen Wildenheid und dem Gebiet "Am Moos" in der Kernstadt - soll beibehalten werden. Anders sieht es aus in der Wildenheider Straße, in der deutlich weniger Verkehr herrscht. Dort soll die Pflicht nicht mehr gelten. "Den Radlern wird es künftig freigestellt, ob sie dort auf dem Radweg oder auf der Straße fahren", erklärte Heerlein. Einen Pluspunkt für die Sicherheit der Radfahrer wird es auch bald geben: Die roten Fahrbahnbeläge an den Querungen der Radwege werden im ganzen Stadtgebiet nach und nach erneuert.

Weil sich die Bürger im Stadtteil Brüx mehrheitlich für eine Tempo-30-Zone ausgesprochen hatten, schaute sich der Verkehrssenat die Situation vor Ort an. "Wenn die Bürger das so wollen und die Gesetzeslage es zulässt, dann machen wir das so", sagte Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD) bei der Besichtigung. Unter Beibehaltung der bestehenden Vorfahrtsregelung beschloss der Verkehrssenat einstimmig, eine Beschränkung zu erlassen.