Die 400 Zuschauer des gestrigen Bezirksliga-Derbys zwischen Gastgeber TSV Mönchröden und Aufsteiger SV Ketschendorf sahen über weite Strecken Einbahnstraßen-Fußball. Gegen den sehr defensiv agierenden Aufsteiger, taten sich die Platzherren trotzdem schwer, weil die erlösende Führung einfach nicht fallen wollte. So war es Abwehrrecke Stammberger mit seinem "goldenen Tor", kurz vor dem Ende, der den Dreier im Wildpark verdientermaßen festhielt.

TSV Mönchröden - SV Ketschendorf 1:0 (0:0)

Abendliche Gluthitze im Wildpark, eine Spielfeldseite lag schon im Schatten, die Gastgeber begannen auf der "Sonnenseite". Beichel hatte nach vier Minuten eine gute Schussposition für den heimischen TSV, verzog aber.

Eine scharfe Hereingabe von Ehrlich fand keinen Abnehmer (13). Die "Mönche" erarbeiteten sich immer mehr Ballbesitz und kamen auch in Tornähe, aber die Gäste standen massiv in der Deckung und hatten kaum Offensivaktionen. Erste Trinkpause nach 25 Minuten.

Danach weiteres Anrennen der Hausherren. Nach 32 Minuten kreuzten die Ketschendorfer mit Mönch erstmals gefährlich vor den heimischen Kasten auf.

Hausherren rannten ständig an

Bei einem Schuberth-Freistoß war Keeper Köhn auf dem Posten. Ehrlich scheiterte mit der besten Gelegenheit nach einem langen Diagonalball mit seiner Direktabnahme am Gästekeeper, der reaktionsschnell parierte. 0:0 zur Pause - schmeichelhaft für die Gäste.

Sieben Minuten nach dem Wechsel hatte Ehrlich kein Glück, als sein Flachschuss knapp am Pfosten vorbeistrich. Im Gegenzug hätte Tritscher fast den Spielverlauf auf den Kopf gestellt, aber Jonas Köhn blieb im Eins-gegen-Eins-Duell der Sieger. Nach 60 Minuten ein Foul im Mittelfeld, Späth steuerte alleine aufs Tor zu, wurde aber zurückgepfiffen.

Späth wird zurückgepfiffen

Wiederum hatte Späth Pech, sein Fernschuss strich in Minute 68 knapp am rechten Pfosten vorbei. Köhn musste nach 78 Minuten einen Schuss von Koc entschärfen.

Im Anschluss verpassten die Platzherren wieder aussichtsreich, aber auch die Gäste waren bei Kontern nun gefährlicher. Als die "Mönche" aber das Runde nicht ins Eckige brachten, zeigte Innenverteidiger Stammberger mit energischem Einsatz wie es geht und traf kurz vor Schluss zur längst fälligen Führung und damit zum knappen aber verdienten Sieg.

Danach hatten die Coburger Vorortler nicht mehr die Kraft, um noch einmal zu kontern und den Ausgleich zu erzielen.