Über 100 Mannschaften und 800 Teilnehmer in neun Spielklassen fanden sich an der Regattastrecke in Duisburg-Wedau zu den 48. Deutschen Kanupolo-Meisterschaften ein. Der PSC Coburg war mit der U14, U16, den Damen und Herren in vier Spielklassen vertreten.

Damen

In der Damen-Bundesliga ging es diese Saison sehr eng zu. Von den ersten sechs Mannschaften konnte jede jede schlagen. Selbst die Siebt- und Achtplatzierten sorgten für Überraschungen. Dies zeigte sich schon im Viertelfinale der Play-offs, als die Damen des PSC (Pia Schwarz, Corinna Schwarz, Alice Rietzmann, Leonie Wagner, Annika Adler, Flavia Landolina, Jule Schwarz, Annika Knöpfel) als Zweiter der Punkterunde zwar ihr erstes Spiel gegen den Tabellensiebten, KP Münster, deutlich mit 4:1 gewannen (Halbzeit 1:1), aber im zweiten Spiel erst in den letzten Sekunden den Siegtreffer zum 3:2 erzielten und sich somit den Einzug ins Halbfinale sicherten.

Hier trafen die Coburgerinnen auf Rothe Mühle Essen. Zwei gleichwertige Teams - es entschied die bessere Tagesform der Essenerinnen. Im ersten Spiel verlor der PSC mit 2:3 nach Verlängerung mit "Golden Goal". In der zweiten Partie lagen die Coburgerinnen zwei Minuten vor Schluss mit 2:3 zurück. In der Pressdeckung scheiterte der PSC zweimal knapp daran, den Ball zu erobern, um einen Tempogegenstoß zu starten. Die Zeit lief ihnen davon, sie erhöhten das Risiko. Dies wurde nicht belohnt. In den letzten Sekunden gelang Rothe Mühle noch das 4:2.

Die PSC-Damen erholten sich gut von dieser Niederlage, setzten sich in zwei Spielen (1. Spiel 3:2 nach Verlängerung mit Golden Goal, 2. Spiel 3:2) gegen ihren Vorjahresfinalgegner KCNW Berlin durch und errangen damit den dritten Platz. Ein versöhnlicher Abschluss nach einer langen und strapaziösen Saison. Ein Wochenende zuvor hatten sie sich in Nottingham bei der Champions League noch mit den besten europäischen Vereinsmannschaften gemessen und den sechsten Platz belegt.

Herren

Die Herren des PSC Coburg (Marc Howe, Dominik Heinlein, Anton Hilmer, Rene Fiur, Carsten Faber, Sebastian Giebe, Malte Jungmann) hatten sich zu Saisonbeginn den Aufstieg in die dritthöchste Spielklasse zum Ziel gesetzt, nachdem sie vor zwei Jahren ihre Meldung für die Bundesliga 2017 zurückgezogen hatten. Dies bedeutete damals den Zwangsabstieg in die Leistungsklasse 4. Aber ehe die Spiele begannen, erlitten die Coburger gleich zwei herbe Rückschläge. Luis Heck, einer ihrer Stammspieler, fiel vor Beginn der Aufstiegsrunde verletzungsbedingt aus und nachdem sie letzte Saison nicht angetreten waren, wurde diese auch nicht für die Aufstiegssperre angerechnet, so dass sie dieses Jahr von vorneherein nicht aufstiegsberechtigt waren.

Auf dem Spielfeld zeigten sich die Coburger davon aber unbeeindruckt und zogen nach zwei Vorrundensiegen sowie einer knappen Niederlage gegen den späteren Finalisten ACC Hamburg II mit einem deutlichen Sieg gegen den Mülheimer KSF II (8:2) ins Halbfinale ein, wo sie dem späteren Gewinner dieser Spielklasse, dem WSF Liblar II, aber deutlich unterlagen. Im sehr hart geführten Spiel um Platz 3 unterlagen sie KCNW Berlin II mit 2:5. Trotz dieser Niederlage können sich die Coburger berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg in der nächsten Saison machen.

U16-Junioren

Schon in der Vorrunde war für die U16 klar, dass der Gruppensieg den leichteren Weg ins Finale bescheren würde. Deshalb ging es für die Coburger Jugendlichen (Tim Finsterer, Sebastian Knöpfel, Jakob Hilmer, Nele Schmalenbach, Fabian Ceh, Fabian Back) bereits vor dem direkten Aufeinandertreffen mit dem Hauptkonkurrenten der Gruppe D, dem KC Duisburg-Meiderich, darum, sich in den ersten beiden Spielen eine vorteilhafte Ausgangsposition zu schaffen. Doch trotz hoher Siege gegen DJK Ruhrwacht Mülheim (10:4) und den Göttinger PC (11:4) reichte es nicht für das bessere Torverhältnis.

Die U16 des PSC musste also ihr letztes Vorrundenspiel gegen Meiderich gewinnen, um Gruppenerster zu werden. Sie startete nervös in dieses Spiel und lag mit 1:2 zurück. Dann kamen die Coburger aber besser ins Spiel und gingen mit 4:2 in Führung. Diese gaben sie schließlich wieder leichtfertig aus der Hand. Am Ende stand es 5:5.

Bitter, weil nun schon im Viertelfinale einer der Topfavoriten wartete, nämlich Rothe Mühle Essen. Mit einer überragenden Leistung überwanden die Vestestädter diesen scheinbar übermächtigen Gegner und erkämpften sich mit einem 7:5-Sieg hoch verdient den Einzug ins Halbfinale, wo sie auf den hohen Favoriten KSV Havelbrüder Berlin trafen. Diesem unterlagen sie in einem offen gestalteten Spiel deutlich. Nun galt es, noch einmal alle Kräfte zu bündeln und sich für das Spiel um Platz 3 zu motivieren. Bronze sollte es unbedingt sein. Entsprechend nervös zeigten sich die Coburger Talente zu Beginn des Spieles gegen RSV Hannover. Nachdem in der ersten Halbzeit die Spielanteile bei beiden Teams noch gleich verteilt waren, gewannen die Coburger in der zweiten die Oberhand und sicherten sich am Ende mit 5:2 den dritten Platz. Meiderich unterlag im Finale den Havelbrüdern - noch deutlicher als der PSC.

U14-Junioren

Genau wie der Erfolg der U16 sind auch die großen Fortschritte, die die U14 des PSC (Emely Matthäi, Finn Menger, Gregor Will, Kai Laumann, Felix Skoda, Julius Back, Moritz Skoda) bei dieser Meisterschaft zeigte, in erster Linie der systematischen Nachwuchsarbeit der erfahrenen Trainerin Katrin Schmalenbach zuzuschreiben.

So starteten die Coburger Schüler mit einem 7:3-Erfolg gegen den Göttinger PC ins Turnier. Die Freude darüber war groß, denn als eines der jüngsten Teams dieser Meisterschaft hatten sich alle auf eine Außenseiterrolle eingestellt. So folgten auch gegen die Top-Teams VMW Berlin und VK Berlin klare Niederlagen.

Dafür überraschten die Coburger mit einem 4:3-Sieg gegen Rothe Mühle Essen und setzten sich noch einmal deutlich mit 7:2 gegen KCNW Berlin durch. In den Spielen um Platz 9 bis 12 unterlagen sie einem ihrer süddeutschen Konkurrenten, dem SKG Hanau, mit 3:9 und belegten in der Endabrechnung Platz 12.