Als letztes Team der Kreisliga Coburg konnte der TSVfB Krecktal vergangene Woche den ersten Sieg einfahren, nun soll in Heldritt nachgelegt werden. Die höchste Klasse des Spielkreises darf sich zudem über drei Derbys und den Showdown der Verfolger in Großgarnstadt freuen.

Mit nur zwei Punkten aus den ersten neun Partien war Krecktal in die Spielrunde gestartet und lief Gefahr, frühzeitig den Anschluss an die gesicherten Plätze zu verlieren. Beim 2:0-Heimsieg gegen die SG Mönchröden II/Rödental platzte am letzten Sonntag jedoch endlich der Knoten für den Fusionsverein aus Autenhausen und Gemünda, der nun fünf Punkte auf dem Konto hat.

"Es fühlt sich gut an, mal wieder zu gewinnen. Ein erster Schritt ist getan", zeigt sich Spielertrainer Daniel Frembs durchaus erleichtert. Nun geht es für ihn und seine Mannen zum TSV Heldritt (Sonntag, 15 Uhr), der seinerseits als Tabellenfünfter nur fünf Punkte Rückstand auf Platz 1 hat.

Es wird also an der Waldbühne sicherlich keine leichte Aufgabe für die Frembs-Elf werden. Doch der Spielertrainer geht mit Optimismus in die bevorstehende Aufgabe: "Wir wollen immer unser Bestes geben. Bereits in der Vergangenheit haben wir gezeigt, dass wir jeden Gegner in dieser Klasse schlagen können!" Die Spielgemeinschaft aus Mönchröden und Rödental (neun Punkte) ist nach vier Niederlagen in Serie auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht und will gegen den TV Ebern (10. Platz/12 Punkte) im Heimspiel unbedingt die Kehrtwende schaffen. Das ist das einzige Samstagspiel.

Dafür muss allerdings wieder mehr Offensivgefahr ausgestrahlt werden, denn nach beachtlichen 16 Treffern aus den ersten sechs Spielen gab es in den letzten vier Partien nur noch zwei Tore zu bejubeln.

Drei Derbys versprechen Brisanz

Währenddessen freuen sich sechs Teams der Liga auf die Leidenschaft und Brisanz eines Derbys: Pfarrweisach und Unterpreppach freuen sich auf einen unterfränkischen Schlagabtausch, im Coburger Stadtduell messen sich Bosporus und die Reserve des FC am Hinteren Floßanger und in Grub wird die Lokalrivalität mit Niederfüllbach gepflegt.

Auch aus sportlicher Sicht sind diese Begegnungen durchaus interessant, da Grub (14./9), Pfarrweisach (13./9), Unterpreppach (12./11), Bosporus (11./12) und der FC Coburg II (7./14) eng beieinander liegen und sich noch nicht entscheidend von den direkten Abstiegsrängen absetzen konnten. Andere Ziele verfolgt natürlich die TSG Niederfüllbach (4./19 Punkte), die in Grub schleunigst zurück in die Erfolgsspur kommen will. Denn zuletzt setzte es zwei empfindliche Niederlagen gegen die Adler aus Weidhausen (3:1) und den TSV Meeder (0:1). Besonders die Kirchweihpleite gegen den Spitzenreiter von der Nerde war schmerzhaft, da man viele Großchancen ungenutzt liegen ließ und dafür am Ende vom Gegner bestraft wurde.

Darüber freut sich auf der anderen Seite Johannes Krumm, Mittelfeldmotor beim Spitzenreiter TSV Meeder (24 Punkte): "Der Sieg war vor allem für unser Selbstvertrauen nach zwei Unentschieden vorher enorm wichtig." Nun erwartet Krumm mit seinen Kollegen den TSV Staffelstein (9./13). Ein unbequemer Gegner, der vordergründig auf die Treffsicherheit von Kreisliga-Toptorjäger Simon Fischer (14 Tore) vertraut. Ihn zu stoppen, sei die Hauptaufgabe für eine erfolgreiche Partie, so Krumm.

Brandgefährlich ohne "Knipser"

Dass auf Meederer Seite - anders als bei den anderen Topteams wie Großgarnstadt (Sebastian Knoch, 10 Tore), Einberg (Kevin Skiba, 10 Tore) und Niederfüllbach (Christian Fischer, 11 Tore) - kein Toptorschütze der Liga aufläuft, beunruhigt den Mittelfeldroutinier indes nicht: "Wir haben keinen klassischen Mittelstürmer in unserem Aufgebot, dafür aber genügend Spieler, die Torgefahr ausstrahlen." In der Tat trafen in dieser Saison bereits sieben Akteure des Spitzenreiters mindestens doppelt - einsamer Topwert der Liga. Ohne Offensiv-Feuerwerk kletterte in den letzten Wochen unterdessen Türkgücü Neustadt fleißig in der Tabelle nach oben, ligaweit die zweitbeste Abwehr und drei Siege in Folge mündeten in Tabellenplatz 6 (15 Punkte). So kann auch ein Schnitt von "nur" 1,2 erzielten Toren pro Spiel zu einem positiven Tabellenbild führen.

In Weidhausen wird sowohl Angriff als auch Abwehr der "Bullen" gefordert sein, da die "Adler" nahezu auf allen Positionen ihre Routine (Jahn, Canonne-Brüder, Wicht) in die Waagschale werfen.

"Rothosen" wollen SVG ärgern

Die Top-Partie des Spieltages stellt ferner das Verfolgerduell in Großgarnstadt dar. Der gastgebende Tabellenzweite (21 Punkte) trifft auf den Dritten aus Einberg (20 Punkte). Beide Mannschaften wollen den Abstand zur Tabellenspitze minimieren und so dürfte eine rassige Partie mit vielen Zweikämpfen erwartet werden.

Der Gast ist bereits seit sechs Spielen ungeschlagen, Großgarnstadt sogar seit acht Begegnungen. Wird eine der beiden Serien reißen? Diese und weitere Fragen werden an einem ereignisreichen 11. Kreisliga-Spieltag beantwortet.