CNach der 1:3-Niederlage bei der SVG Lüneburg hatten die Schützlinge von Trainer Milan Maric am Wochenende eine Verschnaufpause, doch bereits heute, Mittwoch, 19.30 Uhr, beginnt ein Härtetest mit drei Heimspielen am Stück.
Das dürfte wieder eine Achterbahnfahrt der Gefühle werden, denn zweimal ist die VSG eindeutig Außenseiter, einmal Favorit.

Mit den Powervolleys SWD Düren kommt heute der Tabellenvierte, der erst vor wenigen Wochen den Coburgern auf der Lauterer Höhe das diesjährige Pokal-Aus bescherte. Lediglich im dritten Satz zeigten die Hausherren ein Spiel auf Augenhöhe. Im ersten und im zweiten Satz setzten sich die Dürener gleich zu Beginn ab, dominierten vor gut 500 Zuschauern jeweils mit 15:25. Nach der Pause wollten sich die "Hammerschmiede" doch nicht kampflos in ihr Schicksal ergeben. Die Fans spürten nun den Kampfgeist und der Beifallpegel erhöhte sich. So führten die Schützlinge von Milan Maric zur erste technischen Auszeit im dritten Satz mit 8:7 und hielten den Satz offen. Doch mit dem ersten Matchball war alles vorbei. Bester Coburger war im Pokalmatch Moritz Karlitzek. Für Milan Maric war der 2,08-Meter-Mann der Dürener, Marvin Prolinheuer der Held des Pokalfights.
Der Prolinheuer dürfte auch wieder der Leithirsch der Powervolleys in der HUK-Coburg-Aarena sein. Dennoch hat sich die VSG mit ihren sechs Punkten auf dem Guthabenkonto vorgenommen, nicht nur Spielball der Dürener zu sein, sondern kämpferisch mitzuhalten.
Und diesmal sollten sowohl Zuspieler Adam Kocian trotz Verletzung in in Lüneburg am Arm und auch Angreifer Vuc Karanovic auf ihr volles Leistungsvermögen zurückgreifen können. In der Vorsaison lehrte die VSG den Dürenern das Fürchten, als man auswärts bis in den Tie Break kam.
Doch es geht für die VSG nicht nur darum, gegen Düren achtbar zu bestehen, sondern sich keine Verletzung einzuhandeln. Milan Maric ist voll überzeugt, gegen die Dürener stärker dagegenhalten zu können als im Pokalspiel. Und aus emotionaler Sicht hofft er, den eigenen Fans in Coburg endlich das kämpferische Gesicht der Mannschaft präsentieren zu können, das bisher vornehmlich auswärts zum Tragen kam.
Bereits am Samstag reist dann nach Coburg der VC Dresden an und da sind Punkte bei aller Vorsicht in der Prognose Pflicht. Im Vorjahr war es der 3:1-Sieg in Dresden, der für die "Hammerschmiede" eine erfolgreiche Rückrunde einleitete.
Der letzte Akt im Heimspieldreierpack steht dann eine Woche später an, wenn der Deutsche Meister, die Berlin Recyclings, nach Coburg kommen. Gegen die Berliner zeigten Nürnberger & Co. im Vorjahr ihren besten Satz der gesamten Hinrunde, als sie überraschend mit 25:22 auf 1:1 ausglichen.
Ganz ohne Punkte darf der Heimspiel-Dreierpack nicht ausgehen, schließlich will man bei den Fans und Sponsoren die Heimniederlage gegen Herrsching und den Verlust bei KW Bestensee vergessen machen. rm