Die Vestekicker haben sich am Dienstagabend in der 1. Runde des Verbandspokals teuer verkauft, aber die große Überraschung gegen die SpVgg Bayreuth verpasst. Der Tabellenletzte der Regionalliga Bayern hatte zwar Schwierigkeiten, sich Chancen aus dem Spiel zu erarbeiten, schlug aber zweimal nach Standards zu.
Trotz der Niederlage zeigte sich FCC-Coach Lars Scheler zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. "Zweimal in Folge haben wir einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Heute überzeugten wir nicht nur kämpferisch und läuferisch, sondern auch fußballerisch. Diese Entwicklung müssen wir am Sonntag im wichtigen Auswärtsspiel beim TSV Buch weiter fortsetzen, um auch in der Punkterunde in die Gänge zu kommen."

FC Coburg -
SpVgg Bayreuth 0:2 (0:1)

Beide Abwehrreihen waren in den ersten 45 Minuten Herr der Lage. Die Gäste versuchten sich durch Direktpässe Vorteile zu verschaffen, doch die Hausherren machten durch geschicktes Verschieben die Räume eng und konterten vor allem über Sertan Sener und Fabian Carl sowie Tevin McCullough. In der 15. Minute gerieten die Vestestädter durch eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters Christopher Schwarzmann in Rückstand. Leonhard Scheler spitzelte im Zweikampf mit Ivan Knezevic, der sich fallen ließ, den Ball zur Seite. Der Elfmeterpfiff des Unparteiischen war für die Coburger Verantwortlichen und Zuschauer völlig unverständlich. Regisseur Anton Makarenko, der nach längerer Verletzungspause erstmals wieder von Anfang an im Einsatz war, verwandelte unhaltbar zum 0:1. Das Pech schien den Schützlingen von Lars Scheler, die zum sechsten Mal in dieser Saison in Rückstand gerieten, treu zu bleiben.

Zwischenzeitlich übernahmen sie das Kommando. Ein Flachschuss von Sertan Sener strich knapp am Pfosten vorbei. Die letzten auffälligen Aktionen vor dem Seitenwechsel gehörten wieder der SpVgg. Ein Schuss von Johannes Golla wurde zur Ecke abgeblockt. Wenig später zwang Makarenko Heimkeeper Oleksandr Churilov mit einem Volleyschuss aus zwölf Metern zu einer Glanzparade.
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Vestekicker durch Pressing, geschickte Ballverlagerung und gut getimte Pässe in die Tiefe vorübergehend das Geschehen. Der Ausgleich lag nach einer Flanke von Daniel Kimmel in der Luft, die Leonard Scheler auf McCullough abtropfen ließ, der mit einem Seitfallzieher den Bayreuther Sebastian Kolbe zu einer Glanzparade zwang. Zum zweiten Mal war dem FCC das Glück nicht hold, als der starke Abwehrrecke Daniel Alles umknickte und mit einer Bänderdehnung im Fuß vom Platz musste.

Makarenko (64.), der gegnerische Spezialist für Standardsituationen, sorgte mit einem sensationell über die Mauer gezirkelten Freistoß aus 20 Metern in den Torwinkel für die endgültige Entscheidung. Die Schlussphase gehörte der SpVgg, auch wenn sich die Coburger keine Blöße gaben und keinen Schwachpunkt aufwiesen.

Für die SpVgg Bayreuth war es der erste Pflichtspielsieg in dieser Saison. In der Regionalliga stehen die Altstädter mit null Punkten auf dem letzten Platz. Dementsprechend erleichtert zeigte sich Bayreuths Trainer Josef Albersinger: "Wichtig war, dass wir heute zu Null gespielt haben und weitergekommen sind in die Pokalrunde der letzten 32 Mannschaften. Dieses Erfolgserlebnis müssen wir am Freitag in unser Regionalliga-Heimspiel gegen Eichstätt mitnehmen."


FC Coburg - SpVgg Bayreuth 0:2 (0:1)


FC Coburg: Churilov - Kimmel, Heinze, Carl, Schmidt, McCullough, S. Sener (82. G. Sener), Alles (64. L. Teuchert), Scheler, A. Guhling (72. Mosert), Dilauro

SpVgg Bayreuth:
Kolbe - Michaelis, Dengler, Schwarz, Fenninger, Wolf, Makarenko (71. Schiller), Eder, Golla, Renger (46. Götzendörfer), Knezevic

Tore:
0:1 Makarenko (15., Foulelfmeter), 0:2 Makarenko (64.)
Zuschauer: 350
Schiedsrichter: Christopher Schwarzmann (Scheßlitz)

Gelbe Karten:
Scheler, G. Sener / Renger, Götzendörfer