Vor dem Duell SV Bosporus Coburg (13. Platz/9 Punkte) gegen den FC Coburg (3./20 Punkte) am Samstag um 16 Uhr am Hinteren Floßanger spielen beide Trainer die Brisanz dieser Auseinandersetzung herunter. "Ich glaube, dass heute nicht mehr als 200 bis 250 Zuschauer kommen und die Wellen der Rivalität nicht allzu hoch schlagen werden", meint Bosporus-Coach Mehmet Ciray. "Für mich ist es eine Begegnung wie jede andere. Allerdings rechne ich mit einem verbissenen Kampf und vielen Zweikämpfen sowie auch der einen oder anderen Nickligkeit", glaubt FC-Trainer Matthias Christl.

SV Bosporus Coburg -
FC Coburg

Vergangene Woche hatten beide Widersacher ihre Probleme mit unbequemen Gegnern. Bosporus kam in Ebing mit 0:6 unter die Räder. "Wir waren spielerisch in der ersten Halbzeit besser, aber bei den ersten drei Gegentreffern haben wir durch individuelle Fehler und Unkonzentriertheiten bei Standards kräftig mitgeholfen", bringt Ciray die Pleite auf einen Nenner.
Der FCC hatte beim mühsamen 3:2-Sieg gegen den TSV Breitengüßbach mit den gleichen Symptomen zu kämpfen wie schon mehrmals in dieser Saison. "Gegen uns stehen alle extrem tief. Wenn du dabei in die Falle tappst und zurückliegst, wird es nicht leicht, den Schalter umzulegen. Wichtig ist, dass wir körperlich topfit sind und häufig den längeren Atem haben", so Christl.
Ciray verlangt von seinen Akteuren, dass sie nur von Spiel zu Spiel denken und gegen den Nachbarn keine Geschenke verteilen. Da alle Mann an Bord sind, liebäugelt Ciray sogar mit einer offensiven Ausrichtung. Christl wertet die Gastgeber als technisch versiertes Team. Von seinen Jungs fordert er, dass sie sich mental unter Kontrolle haben und sich nicht wie vor zwei Wochen beim 1:1 in Mitwitz durch Emotionen selbst bestrafen. Gökhan Sener wurde nach seiner Gelb-Roten Karte in Mitwitz nachträglich für die Begegnung gesperrt.
FC Coburg: Churilov/Shabestari - Guhling, Alles, Kimmel, Dilauro, E. Heinze, Carl, Schmidt, Mosert, S. Sener, Scheler, Schuster, Brückner, Schiebel, L Heinze. - Es fehlen: G. Sener (gesperrt), Sam (verletzt), Kolb, Teuchert (beide schulisch verhindert).
SV Bosporus Coburg: Rutz - Tokgöz, Vogelmann, Alpay, Saglam, Rahmani, Dürr, Schneider, Testa, Celik, Kilic, Gasmi, Knauer, Gezici, Erdogan.

TSV Mönchröden -
TSV Schammelsdorf

Der TSV Mönchröden bestreitet am Samstag sein sechstes Heimspiel: Gast ist der TSV Schammelsdorf. Die Gäste mussten am letzten Spieltag eine deutliche 0:4-Niederlage gegen DJK Bamberg II hinnehmen. Trotzdem liegt Schammelsdorf mit 14 Zählern im gesicherten Mittelfeld. Anders sieht es bei den "Mönchen" aus, die sich nach dem 0:1 in Würgau langsam, aber sicher auf den Abstiegskampf einstellen müssen. Dabei war die Hüttl-Elf lange Zeit das bessere Team mit klaren Torchancen. Da diese fahrlässig vergeben wurden, bekamen sie in der Schlussphase die Quittung in Form des Siegestreffers der Würgauer. Dass der Wildpark-Elf aktuell auch das notwendige Quäntchen Glück fehlt, zeigte sich beim Tor des Tages. Der Schütze brachte den Ball erst mit Hilfe seines Unterarmes in gute Schussposition - die Proteste der TSV-Akteure waren vergeblich. Das soll natürlich am Samstag besser werden, denn Jammern hilft in dieser schwierigen Situation auch nicht weiter. Doch die Bilanz macht wenig Mut: Viermal trafen die beiden Kontrahenten bisher aufeinander, jedes mal siegte Schammelsdorf.
TSV Mönchröden:
Wegener/Kühn - Schmidt, Kirtay, K. Greiner, Köhn, Engelhardt, Späth, Malaj, Treubel, Ehrlich, Puff, R.Greiner, Giller, Endler, Werner. - Es fehlen: Stammberger, Knoch, Kai Müller, Ko.Müller (alle verletzt), Wicht (gesperrt).

   SV Dörfleins - TSV Meeder
Beide Mannschaften können gestärkt durch ein Erfolgserlebnis in die Partie am Samstag um 16 Uhr gehen. Vor neun Tagen schafften die Mannen des noch gesperrten Spielertrainers Mario Herrmannsdörfer beim 0:0 gegen den FC Eintracht eine faustdicke Überraschung. Dem TSV Meeder gelang nach dem Trainerwechsel mit dem 1:0-Sieg gegen Lettenreuth der langersehnte Befreiungsschlag und der Sprung auf Platz 12. Nun will die Truppe von Interimstrainer Christian Müller beim Tabellenschlusslicht nachlegen. Der Aufsteiger aus Dörfleins bezahlte mit acht Niederlagen in zehn Spielen viel Lehrgeld, macht sich aber aufgrund von knappen Ergebnissen Hoffnung, den Schalter umzulegen.
TSV Meeder:
Schultheiß - Wächter, Klose, Schubert, Pietsch, C. Dreßel, D. Gleißner, J. Gleißner, L. Dreßel, Schorr, Gemeinder, Thiel, Knoch, Bohl, Riedelbauch, Krumm.