Der 19. Fränkische Schweiz-Marathon zog am Sonntag rund 2000 Teilnehmer an. Der schnellste Marathonläufer war der Äthiopier Firaol Ebissaa, der die 42,195 Kilometer in 2:33:31 Stunden lief. Auf Platz 2 kam sein Landsmann Getachew Endisu. Am Start waren bei allen Läufen auch 53 Sportler aus dem Leichtathletik-Kreis Oberfranken West, wovon einige mit vorderen Plätzen auf sich aufmerksam machten. Zu nennen sind hier vor allem drei Athleten des TV 48 Coburg: Addisu Tulu Wodajo, Eva Scheu und Jörg Schaller.

Die äußeren Bedingungen waren für die Läufer, trotz des leichten Regen, gut. Lediglich der lästige Wind und die mehreren leichten Steigungen machten das Laufen nicht einfach und verhinderten absolute Topzeiten. Der Marathon wurde in Forchheim gestartet, an der Behringersmühle war die Wende und in Ebermannstadt das Ziel. Auch wenn es für den Gesamtsieger von 2016, Tulu Wodajo, "nur" zu Platz 3 in 2:38:32 Stunden reichte, durfte der Coburger letztlich zufrieden sein, da er aus beruflichen Gründen sein Training stark einschränken musste.

Da gleichzeitig die oberfränkische Meisterschaft ausgetragen wurde, gewann Tulu Wodajo diese überlegen vor Uwe Bäuerlein vom TSV Staffelstein, der mit über zehn Minuten zurücklag. Dahinter landete auf den Plätzen 3 und 4 Stefan Schnapp (FC Altenkunstadt) und Ralf Kurpanik (TSV Staffelstein). Auch bei den Frauen setzte sich mit Eva Scheu ein Mitglied des TV 48 Coburg bestens in Szene. Als Dritte im Gesamteinlauf der Frauen lief sie 3:05:08 Stunden. Eine Zeit, mit der sie in der W35 zur erweiterten deutschen Spitze zählt. Gesamtsiegerin wurde die Kroatin Marija Vrajic in einer Zeit von 3:00:47 Stunden. Auch Scheu holte sich den oberfränkischen Titel. Ebenfalls gut schlugen sich die Lichtenfelserin Denise Hiemann als Gesamtvierte und Siegerin der W20 in 3:26:16 Stunden und Sabrina Wiercinski (TSV Sonnefeld), die bei ihrem ersten Marathon das Ziel nach 3:37:59 Stunden als Gesamtelfte (Platz 3 in Oberfranken) erreichte.

Der klare Sieger über zehn Kilometer hieß Jörg Schaller vom TV 48 Coburg, der nach einem Start-Ziel-Sieg in guten 33:39 Minuten triumphierte. "Ich war überrascht, dass ich das Rennen so überlegen für mich entscheiden konnte", so Schaller. Berthold Wolf von der TS Lichtenfels ließ als Zweiter der Klasse M75 38 Läufer, die zum Teil wesentlich jünger waren, hinter sich. Der Halbmarathonlauf, mit Start und Ziel in Ebermannstadt und Wende in Muggendorf, verzeichnete mit 546 Teilnehmern das größte Teilnehmerfeld. Hier gewann Daniela Christ (TV 48 Coburg) in 1:54:44 Stunden die W60.

Jutta Kurt, die für das Team "Lauf geht's inFranken.de" startete, war in 1:43:49 Stunden als Zweite der W40 am schnellsten von den heimischen Läuferinnen unterwegs. Das "Lauf geht's"-Team war mit über 60 Läufern, davon rund 30 aus dem Raum Coburg, beim Halbmarathon am Start, nachdem sie einen sechsmonatigen Laufkurs für Anfänger absolvierten, und in Ebermannstadt ihren ersten Wettkampf - mit Ausnahme von Kurt - bestritten. Annika Linke vom TV 48 Coburg rundete als Vierte der W40 in 1:56:01 Stunden das gute Ergebnis ab.