Die drei direkten Absteiger in der Bezirksliga Oberfranken West stehen fest: Neben dem SV Würgau und dem ASV Kleintettau, die bereits seit Wochen abgeschlagen sind, gesellte sich am Sonntag der FSV Unterleiterbach dazu, der sich mit 1:2 beim SC Sylvia Ebersdorf geschlagen geben musste.

Offen ist am letzten Spieltag noch, wer den Relegationsabstiegsrang einnehmen wird. Der TSV Marktzeuln (34 Punkte), der aktuell auf diesem 13. Platz rangiert, verlor zwar mit 0:4 in Schammelsdorf, bleibt aber im Rennen, weil die Konkurrenz schwächelte. Der TSV Meeder (37) unterlag in Mitwitz 1:2 und ist noch gefährdet, da der direkte Vergleich gegen Marktzeuln verloren wurde. Dritter im Bunde ist die SpVgg Ebing (36), die sich in Breitengüßbach ein 2:2-Remis erkämpfte.

Spannend ist auch noch der Kampf um den Relegationsaufstiegsplatz. Der SV Merkendorf (58 Punkte, 2:0 bei der DJK Bamberg II) und der TSV Schammelsdorf (58) hielten sich schadlos und kämpfen am nächsten Wochenende um Rang 2.

Außer dem TSV Meeder waren alle anderen Vertreter aus dem Kreis Coburg erfolgreich. Titelträger Frohnlach gewann souverän 2:0 in Ebensfeld, Sylvia Ebersdorf siegte mit 2:1 gegen Unterleiterbach und Mönchröden fegte den ASV Kleintettau mit 7:0 vom Rasen.

FC Mitwitz - TSV Meeder 2:1 (1:0)

Eigentlich hätten die Gastgeber aufgrund ihrer Tabellensituation befreit aufspielen können, während die Gäste den Dreier im Abstiegskampf benötigten. Trotzdem sah man zu Beginn ein zerfahrenes Spiel mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld, jedoch kaum Torchancen. Die Meederer spielten Offensivpressing und lauerten auf Fehler. Die erste gute Torchance hatte Leon Pietsch in der 12. Minute. Er wurde zu zaghaft angegriffen, scheiterte jedoch am aufmerksamen Jan Winterstein. Nur drei Minuten später rettete Kevin Kleylein im eigenen Sechzehner im letzten Moment gegen Wunsch. In der 33. Minute scheiterte Niclas Steiner am Außenpfosten. Die beste Chance des FCM hatte Dominic Fischer in der 36. Minute. Er legte den Ball am Torwart vorbei, verfehlte jedoch das Tor.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Mitwitzer den besseren Start, Kleylein traf nach einer Vorlage von Langbein unhaltbar flach ins lange Eck zum 1:0. Die Gäste investierten nun mehr. In der 50. Minute setzte Kolja Wunsch den Ball an den Pfosten, der Abpraller landete in den Armen von Winterstein. Zehn Minuten später wurde ein Schuss von Kleylein knapp vor der Linie geklärt. Das 2:0 fiel in der 72. Minute: Lukas Fröba überlief nach einem Zuspiel von Matthias Dötschel den Torwart und schob ein. Sechs Minuten später kam noch mal Spannung auf. Moritz Gemeinder markierte aus kurzer Distanz das 2:1. Die Meederer warfen anschließend alles nach vorn, was dem FCM einige Konterchancen ermöglichte. In der 83. Minute scheiterte Luis Langbein allein vor dem Kasten an einer Fußabwehr von Torwart Leon Schultheiß. In der 92. Minute überlupfte Lukas Wrzyciel mit einem schönen Heber den Torwart, das Tor wurde jedoch wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht anerkannt.

SC Sylvia Ebersdorf - Unterleiterbach 2:1 (1:0)

Den Gästen merkte man an, dass sie ihre letzte Chance auf den Klassenerhalt nutzen wollten. Sie traten mutig und offensiv auf und erarbeiteten sich früh eine Großchance durch Tobias Bayer, die jedoch von Heimtorhüter Uwe Knauer vereitelt wurde. Danach kam die Sylvia besser ins Spiel: Andreas Böhnlein scheiterte nach einem Kabinettstückchen am rechten Pfosten. In der 23. Minute setzte sich Tayfun Peker am rechten Flügel durch und bediente in der Mitte Böhnlein, der den Ball zum 1:0 unter die Latte wuchtete. Kurz darauf vergab Janko Weiß alleine vor Gästekeeper Dietmar Schmuck eine weitere gute Gelegenheit. Der Rest der ersten Hälfte gehörte den Gästen, doch Torhüter Knauer bewahrte sein Team mit zwei Glanzparaden vor dem Ausgleich.

Gleich nach der Pause hielt Gästekeeper Dietmar Schmuck sein Team zweimal gegen Böhnlein und Patrick Heidenreich im Spiel. Unterleiterbach drückte danach mit aller Macht auf den Ausgleich und belohnte sich in der 72. Minute, als Franz Schmuck aus rund zehn Metern in den linken Winkel traf. Mitten in die Drangperiode der Gäste hinein wurde Peker steil geschickt, umkurvte Torhüter Schmuck und brachte die Sylvia wieder in Führung (76.). In den letzten Minuten warfen die Gäste mit dem Mut der Verzweiflung noch einmal alles vorne, konnten ihre Chancen jedoch nicht mehr nutzen und hatten auf der Gegenseite Glück, dass die Hausherren ihre Kontergelegenheiten teilweise kläglich vergaben.

TSV Mönchröden - ASV Kleintettau 7:0 (2:0)

Die Gäste zogen sich von Anfang an in ihre Hälfte zurück, so dass die Platzherren im ersten Abschnitt zu etlichen guten Gelegenheiten kamen, es aber über eine halbe Stunde dauerte, bis der Führungstreffer fiel. Nach dem Seitenwechsel mussten die Frankenwäldler drei Treffer innerhalb von fünf Minuten hinnehmen, womit die Partie endgültig gelaufen war.

Die erste Gelegenheit hatte Marcel Giller für die Gastgeber schon nach zwei Minuten, doch sein Schuss aus zehn Metern wurde gerade noch zur Ecke abgefälscht. Auch Niklas Ehrlich hatte aus guter Position sein Visier zu hoch eingestellt (14.), Lukas Köhn wurde kurz danach geblockt. Daniel Puff vergab in der 21. Minute aussichtsreich. Als dann auch Kleintettau mit Omar Gassama mal konterte (28.), wäre mehr drin gewesen, hätte er abgespielt.

Dann gab es meist Einbahnstraßen-Fußball mit guten Gelegenheiten für die "Mönche", aber ohne Erfolg. Giller traf in der 34. den Pfosten. Wenig später dann die TSV-Führung durch Lukas Köhn, der nach vertikalem Anspiel mit einem Flachschuss die "Dose öffnete". Eine starke Aktion mit Köhn und Ehrlich schloss Letzterer vier Minuten vor dem Wechsel mit dem 2:0 ab. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Puff nach Flanke von Philipp Engelhardt auf 3:0. Der gleiche Akteur schlenzte Treffer Nummer 4 nach Zuspiel von Giller in die Maschen. Engelhardt staubte wenig später nach einem Freistoß zum 5:0 ab. Köhn besorgte das 6:0 (58.). Das 7:0 war ein Schrägschuss von Ehrlich in der 68. Minute. Danach hatte der fast über die ganze Saison verletzte, eingewechselte Jannik Späth noch zweimal Pech beim Abschluss. Die Gästemannschaft war in allen Belangen überfordert, verabschiedete sich aber sportlich und fair aus dem Wildpark. Mit Glück und Geschick konnten sie eine zweistellige Niederlage verhindern.

TSV Ebensfeld - VfL Frohnlach 0:2 (0:1)

180 Zuschauer im Karl-Reinlein-Stadion sahen im letzten Heimspiel eine Niederlage der Ebensfelder gegen den Meister Frohnlach. Der VfL ging bereits nach 13 Minuten durch Kevin Hartmann in Führung. Gästespielertrainer Bastian Renk besorgte bereits acht Minuten nach dem Seitenwechsel das 0:2. Nachdem der Ebensfelder Yannik Gründel in der 72. Minute Gelb und zwei Minuten später erneut eine Verwarnung sah, waren die Gastgeber in der Schlussviertelstunde nur noch zu zehnt und froh, dass es der Meister beim 2:0 beließ.