Der Deutschland-Cup 2019, eines der größten internationalen Kanupolo-Turniere, ist am Pfingstwochenende auf dem Baldeneysee in Essen ausgetragen worden. 122 Mannschaften boten in über 500 spannenden Partien Kanupolo auf höchstem Niveau.

Die Veranstaltung, bei der Mannschaften von drei Kontinenten teilnahmen, wurde auf acht Spielfeldern durchgeführt. Neben Teams aus beispielsweise Schweden, Namibia, Singapur, Taiwan, Japan und Russland waren auch drei Mannschaften des oberfränkischen Kanuvereins PSC Coburg angereist.

Schon im Vorfeld wehte starker Wind am Veranstaltungsort, so fanden die Spiele am Samstag unter widrigen Bedingungen statt. Die bis zu 70 Stundenkilometer starken Windböen machten die Wettkämpfe zum Wetterlotto. Mittags waren die Veranstalter gezwungen, eine zweistündige Spielpause einzulegen. Um den zeitlichen Verzug wieder wettzumachen, wurde der Deutschland-Cup am Nachmittag in eng getakteten Spielblöcken und verkürzten Spielzeiten von acht Minuten pro Halbzeit fortgeführt.

Nach den Wetterkapriolen am ersten Wettkampftag flaute der Wind ab, und das Turnier konnte an den beiden folgenden Tagen unter fairen Bedingungen stattfinden. Für die Coburger Herrenmannschaft traten Malte Jungmann, Sebastian Giebe, Carsten Faber, Anton Hilmer, Tim Finsterer, Sebastian Knöpfel, Max Dressel und Rene Fiur an.

Trotz akzeptabler Leistungen konnten die Coburger Spieler mit der internationalen Konkurrenz nicht mithalten. In der Vorrunde trafen sie auf die Teams aus Warschau, Mülheim an der Ruhr, Glauchau und Bologna. Nachdem sie sich nur im Mittelfeld der Gruppe platziert hatten, spielten sie letztendlich in der unteren Runde. Nach einem Sieg gegen CPS Singapur (4:2) belegte das Herrenteam letztlich den 14. Platz.

Schüler erkämpfen Rang 9

Die Schüler des PSC Coburg sind zwischen acht und 14 Jahren alt. Sie starten in der Spielklasse der U14 gegen gleichaltrige Konkurrenten. In ihrer Gruppe erzielten sie gute Ergebnisse. Trotz der schwierigen Bedingungen verloren sie nur ein Spiel gegen den WSF Liblar (4:5).

Dafür erzielten sie deutliche Siege gegen den 1. Meidericher KC (6:0), KCNW Berlin (8:2) und den Göttinger PC (3:1). In einer spannenden Partie gegen ein polnisches Schülerteam erkämpften sich die jungen Coburger ein 6:6-Remis.

Im Platzierungsspiel traf der PSC erneut auf KCNW Berlin und setzte sich wieder mit 6:2 durch. Mit dem neunten Platz waren Emily Matthai, Moritz Skoda, Gregor Will, Finn Menger, Arthur Will, Felix Skoda und Kai Laumann sehr zufrieden.

Die Coburger Damen trafen in der Vorrunde auf zwei Teams aus den Niederlanden sowie zwei altbekannten Mannschaften der deutschen Liga, Hannover und Liblar.

Mit einem souveränen Auftritt erreichten Annika Adler, Pia Schwarz, Leonie Wagner, Corinna Schwarz, Jordan Pearse, Nele Schmalenbach, Annika Knöpfel und Jule Schwarz als Gruppenerste die Zwischenrunde. Dort behaupteten sie sich gegen Schwedinnen sowie gegen die Damen der KSV Havelbrüder aus Berlin. Lediglich der Konkurrenz von KCNW Berlin mussten sich die PSC-Damen am Montagmorgen geschlagen geben (0:1).

Das Halbfinale hatten die fränkischen Spielerinnen zu dem Zeitpunkt aber bereits sicher. In dieser spannenden Partie gegen den Turniersieger ACC Hamburg konnte sich das Team aus der Vestestadt nicht durchsetzen und verfehlte knapp das Finale (2:3). Auch das Spiel um Platz 3 gegen den FOA Liverpool verlief eng. Am Ende hatten die Engländerinnen mit 5:4 die Nase vorne. Dennoch zeigten die Coburgerinnen gute Spiele auf erstklassigem Niveau und waren mit dem vierten Platz zufrieden.

Heimspiel für die Damen steht an

In der Damenklasse war im Deutschland-Cup 2019 eine hohe Leistungsdichte zu verzeichnen. Alle Partien unter den sechs bestplatzierten Teams mündeten entweder in einer Verlängerung oder es entschied nur ein Tor über Sieg oder Niederlage. Dieses hohe Spielniveau ist auch in der deutschen Damen-Bundesliga zu erkennen.

Nach dem ersten Wochenende trennen Platz 4 und 1 gerade einmal zwei Punkte. Der PSC Coburg hält den zweiten Platz der Tabelle inne.

Am 13./14. Juli findet der zweite Bundesligaspieltag statt, ein Heimspiel für die Coburgerinnen. Ausgerichtet wird die Veranstaltung am vereinseigenen Gelände in Schney bei Lichtenfels. Die Spiele werden ab 8.30 Uhr auf dem Main ausgefochten.

Der Höhepunkt des Wochenendes ist das Spitzenspiel gegen den ACC Hamburg. Die Hamburgerinnen führen die Wertung in der Damenklasse an, punktgleich mit den Coburgerinnen, konnten sich aber durch eine bessere Tordifferenz absetzen. die Spielpläne und weitere Infos über die Kanupolo-Bundesliga finden Sie unter http://bundesliga.kanupolo.de.