Die Weichen für den SV Ketschendorf stehen auf Bezirksliga-Aufstieg: Die Mannschaft von Spielertrainer Patrick Schuberth, der aufgrund seiner Roten Karte gegen Heldritt am vergangenen Wochenende nicht mitwirken konnte, sicherte sich ein 1:1-Remis beim Tabellenzweiten TSG Niederfüllbach und behalt damit sein Sechs-Punkte-Polster. Zumindest das Rennen um Platz 2 ist nach dem 2:1-Heimsieg des SV Großgarnstadt gegen den TSV Grub am Forst wieder völlig offen. Zwei Punkte beträgt nur noch der Rückstand der Großgarnstadter auf Relegationsrang 2.

Einen überraschenden 5:3-Erfolg feierten die Coburg Locals beim TSV Staffelstein und verließen damit die direkten Abstiegsplätze. Neben dem Tabellenletzten Spvg Wüstenahorn, der in Ebern (1:4-Niederlage) wenig Land sah, steht nun der SV Heilgersdorf ganz unten drin. Der SVH verlor in letzter Minute bei Bosporus Coburg.

TSG Niederfüllbach - SV Ketschendorf 1:1 (1:0)

Das Spitzenduell zwischen der TSG und dem Tabellenführer aus Ketschendorf überzeugte zwar mit einer stattlichen Zuschauerkulisse von 280 zahlenden Gästen, blieb jedoch vor allem spielerisch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die TSG kam gleich mit der ersten Chance zum frühen 1:0, als Gabriel Burkhard einen ins Zentrum parierten Ball von Torhüter Heiko Brückner erlaufen konnte und aus zwei Metern einschob (2.). In der Folge ließen auf beiden Seiten sicher stehende Abwehrreihen kaum Torchancen zu, zudem keine Mannschaft das Risiko wagte. Einzig Jonathan Tritscher hatte in der 15. Minute den Augleich für die Gäste auf dem Fuß, als die TSG-Abwehr sich bei einem langen Ball böse verschätzte. Torhüter Dominik Rädlein rettete jedoch im direkten Duell.

Nach dem Seitenwechsel riss der Tabellenführer das Geschehen an sich und erspielte sich gegen in Folge viel zu passive Hausherren ein deutliches Übergewicht. Den Lohn für die Mühen fuhren die Gäste in der 53. Minute ein, als der ansonsten bärenstarke Rädlein einen langen Ball unterlief und der Ball dem frei stehenden MoritzMönch direkt vor die Füße fiel. Die Gäste fuhren nun Angriff um Angriff auf das TSG-Gehäuse, doch bei der bis dahin besten Gästechance konnte Rädlein in der 72. Minute seinen Fehler wiedergutmachen, als dieser einen Schuss von Mönch über die Latte lenkte. Nur kurze Zeit später zeichnete sich Rädlein bei einem unter Mithilfe des Pfostens parierten Freistoßes von Lukas Dietz erneut aus (78.). Dies blieb die letzte gefährliche Aktion bis zum Schlusspfiff, so dass es bei der aus Niederfüllbacher Sicht etwas glücklichen, jedoch letztlich gerechten Punkteteilung blieb.

SV Großgarnstadt - TSV Grub am Forst 2:1 (2:0)

Der SV erwischte fast einen Start nach Maß: Sebastian Knoch verpasste beim ersten Angriff mit einer Direktabnahme die frühe Führung. In der Folgezeit spielten nur die Hausherren. David Schmitt vollendete in der 8. Minute einen Pass von Dominick Heghedus zur frühen 1:0-Führung. In der 23. Minute scheiterte Knoch am Innenpfosten des Gästetores. Die einzig nennenswerte Chance der Gruber in der ersten Hälfte resultierte aus einem Fehlpass der Hausherren, den die Gäste aber nicht nutzten (26.). Zwei Minuten später scheiterte SV-Akteur Christian Carl mit seinem Kopfball nochmals am Pfosten. Das überfällige 2:0 gelang Knoch schließlich in der 35. Minute.

In der zweiten Hälfte sahen die 170 Zuschauer ein völlig anderes Spiel. Der SV Großgarnstadt fand nicht mehr statt, die Gäste drückten auf den Anschluss. In der 62. Minute gelang Fabian Wittmann mit einem sehenswerten Freistoß das 2:1. Die Hausherren scheiterten in Person von Heghedus und Steffen Rübenach am Pfosten des Gästetores. Hektisch wurde es in der 87.Minute, als sich der Gruber Wittmann sich zu einer Unbeherrschtheit hinreißen ließ und dafür die Rote Karte sah. Der SV ließ nichts mehr anbrennen und ging letztendlich verdient als Sieger vom Platz.

VfB Einberg - FC Coburg II 1:0 (0:0)

Die Rothosen versuchten von Beginn an das Spiel an sich zu reißen und hatten gleich gute Tormöglichkeiten durch René Schulz und Fabian Kessel. Jedoch scheiterten beide am Bein eines Coburger Verteidigers beziehungsweise am gut parierenden Gästetorhüter André Greiner. Die Vestekicker probierten mit langen Bällen zum Erfolg zu kommen, doch die Hintermannschaft des VfB verteidigte souverän. Als der Coburger Abedelgabar Alali Al Khalaf kurz vor der Halbzeit Kessel den Ellebogen ins Gesicht schlug, zückte der Schiedsrichter die Rote Karte und verwies den Gästespieler des Feldes. Nach der Pause stellten die Gäste auf eine Fünferkette um. Die Rothosen taten sich lange Zeit schwer, diese zu knacken. Nachdem Schulz nach gut einer Stunde den Ball nicht im Gästetor untergebracht hatte, machte er es kurze Zeit später besser und bediente Jannik Kleinlein mustergültig per Kopf, der aus kurzer Distanz das erlösende 1:0 für den VfB erzielte (69.) Nun ergaben sich noch einige Kontermöglichkeiten für die Rothosen, doch verpassten es die Einberger das Ergebnis in die Höhe zu schrauben.

SV Bosporus Coburg - SV Heilgersdorf 3:2 (1:1)

Mit einem späten Tor sicherte sich der SV Bosporus Coburg wichtige drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Ercan Özaltin traf in der intensiv geführten Partie zur Führung der Gastgeber (27.), Patrick Süppel markierte den Ausgleich kurz vor dem Halbzeitpfiff (45.). Nach dem Seitenwechsel sorgte Matthias Schmidt für die Führung der Gäste - diese hielt jedoch nicht lange. Ümit Kilic erzielte den Ausgleich für die Coburger (73.), Daniel Hofgräf bescherte den Gastgebern in der 89. Minute einen Last-Minute-Heimsieg.

SV Türkgücü Neustadt - TSV Pfarrweisach 1:1 (0:0)

Trotz zweier Platzverweise - die Neustadter Ugur Karatas (44.) und Sinan Bulat (89.) sahen Gelb-Rot - schenkte der TSV Pfarrweisach kurz vor Ende noch zwei Punkte ab. Nach einer torlosen ersten Hälfte sorgte Florian Pecht in Überzahl für den Führungstreffer der Pfarrweisacher (70.), die den knappen Vorsprung nicht über die Zeit brachten - Ridvan Kus erlöste Neustadt in der Nachspielzeit und sicherte dem SV Türkgücü nach sechs Pleiten in Folge zumindest mal wieder einen Zähler.

TSV Heldritt - TSVfB Krecktal 0:2 (0:2)

Heldritt verschlief die komplettte erste Halbzeit und geriet durch Tore von Daniel Frembs (9.) und Maximilian Tranziska (35.) verdient ins Hintertreffen. Zu allem Überfluss wurde TSV-Spielertrainer Fabian Fischer, mit zwei Gelben Karten innerhalb von nur zwei Minuten (36.) vorzeitig zum Duschen geschickt. In Hälfte 2 besann sich die Heimelf aufs Fußballspielen und gestaltete das Spiel trotz Unterzahl ausgeglichen. Doch trotz einiger guter Chancen sprang der Anschlusstreffer nicht mehr heraus. Kurz vor Abpfiff verwies Schiedsrichter Maximilian Graf den Spielertrainer der Gäste, Daniel Frembs, mit der Ampelkarte des Feldes. In einem mäßigen Kreisligaspiel nahmen die Gäste verdient die drei Zähler mit.

TSV Staffelstein - Coburg Locals 3:5 (1:1)

Der Staffelsteiner Marco Lins hatte die Führung auf dem Fuß, schoss aber knapp vorbei (10.). Als sich zwei TSVler gegenseitig umrannten, nutzte dies Alexander Sapov zum 0:1 (37.). 120 Sekunden später war der Staffelsteiner Torjäger Simon Fischer zur Stelle und glich zum 1:1 ein. In der 53. Minute war es wieder Simon Fischer, der nach einem Ballverlust der Gäste im eigenen Strafraum den TSV in Front brachte. Staffelstein versuchte es nun wieder mit langen Bällen, die fast alle in der Gästeabwehr hängen blieben. In der 56. Minute kam ein Gästespieler im Strafraum zu Fall. Der Schiedsrichter zeigte überraschend auf den Punkt, und Waldemar Sonnenberg glich zum 2:2 aus. Nun übernahmen die Gäste das Mittelfeld. Nach einer Flanke beförderte Anton Schleidowetz den Ball zum 2:3 über die Linie (60.). In der 69. Minute "klärte" Jonas Dietz vor dem Coburger Carsten Wank ins eigene Tor - 2:4. Zwei Minuten später nutzte Wank eine Unachtsamkeit in der TSV-Abwehr zum 2:5. Nachdem Spielertrainer Ritzel im Strafraum gefoult worden war, verkürzte Maximilian Dietz im Nachschuss zum 3:5.

TV Ebern - Spvg Wüstenahorn 4:1 (2:1)

Dem Spielverlauf nach waren die Gäste mit den vier Gegentoren noch gut bedient. Bereits nach fünf Minuten lag der Tabellenletzte mit 0:2 im Hintertreffen - Matthias Schmitt traf auf Vorarbeit von Julius Zettelmeier, der im Nachschuss nach einem Eckball den zweiten Eberner Treffer erzielte. Zettelmeier zählte zu den Aktivposten und sorgte auf dem Flügel mit seiner Schnelligkeit immer wieder für Gefahr im Gästestrafraum. Die Gäste waren im Spiel nach vorne harmlos und setzten sich kaum einmal gegen die gut organisierte Abwehr der Eberner durch. Ihre einzige echte Möglichkeit nutzten sie kurz vor dem Pausenpfiff durch Patrick Düsel zum schmeichelhaften Anschlusstreffer. Nach einer Stunde Spielzeit erhöhte Zettelmeier nach einem krassen Abwehrfehler auf 3:1. Den Schlusspunkt setzte in der 88. Minute Sven Kapell.