Lange Zeit sah es im Lokalderby zwischen dem TSV Mönchröden und dem TSV Meeder nach einer klaren Angelegenheit für die Gastgeber aus. Doch nach zwei späten Toren von Moritz Gemeinder und Tim Knoch mussten die Mönche noch einmal gewaltig um die drei Punkt zittern. Am Ende reichte es trotzdem zu einem verdienten 3:2-Heimsieg. Auch zwei Tage später waren die defensiven Schwächen des TSV Meeder bei der 2:5-Niederlage in Mitwitz unübersehbar.
Der FC Coburg hat derweil den nächsten Härtetest beim äußerst heimstarken FC Oberhaid bestanden. Beim Vorjahresvizemeister der Bezirksliga West setzten sich die Vestekicker mit 2:0 durch und damit ihre nun neun Spiele währende Erfolgsserie fort. Einen eminent wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg hat der SV Bosporus Coburg gegen den Tabellenletzten SV Würgau eingefahren.

TSV Mönchröden -
TSV Meeder 3:2 (1:0)

Die faire Partie begann ausgeglichen. Die erste Möglichkeit für die Platzherren hatte Marc Werner nach sieben Minuten, aber er zögerte etwas zu lange. Ein Schuss von Miguel Malaj wurde kurz darauf von der Gästeabwehr geblockt. Bei einem Freistoß von Lukas Köhn war Keeper Schultheiß wenig später auf der Hut. Nachdem die "Mönche" nach 17 Minuten im Halbfeld einen zweiten Ball erobert hatten, wurde Malaj gut freigespielt und schloss überlegt zum Führungstreffer ab.
Nach einem Freistoß von Johannes Krumm kamen auch die Gäste nach einer knappen halben Stunde zu ihrer ersten Gelegenheit. Der Mönchrödener Niklas Ehrlich scheiterte kurz darauf nach Hereingabe von Werner mit seiner Direktabnahme am Gästetorhüter Leon Schultheiß. Mit dem knappen Halbzeitstand war Meeder noch gut bedient.
Unmittelbar nach dem Wechsel setzte sich Werner über die rechte Seite durch, passte quer zu Malaj, der per Direktabnahme auf 2:0 erhöhte. Mönchröden kontrollierte die Partie, war gefährlicher, aber jetzt hielten auch die Gäste dagegen. Meeders Spielertrainer Simon Schiller probierte es mit einem gefährlichen Freistoß-Aufsetzer, aber Jannik Knoch parierte. Werner sorgte nach 70 Minuten für das 3:0, indem er aus spitzem Winkel ins lange Eck traf.
Damit sah das Hüttl-Team wie der sichere Sieger aus. Doch im Wildpark wurde es noch einmal spannend. Moritz Gemeinder gelang der Anschlusstreffer zum 3:1 in der 87. Minute, als er eine Unachtsamkeit nutzte und Torhüter Knoch mit einem Lupfer überwand. Dann gab es noch einen berechtigten Strafstoß, den Tim Knoch sicher zum 3:2 verwandelte.
Die Gäste bekamen jetzt Oberwasser. In der Nachspielzeit verhinderten zunächst der Innenpfosten und das anschließende beherzte Eingreifen von Teufelskerl Knoch den möglichen Ausgleich. Zuvor handelte sich Patrick Wicht noch die Gelb-Rote Karte ein. mc

FC Oberhaid -
FC Coburg 0:2 (0:0)

Der FC Coburg ließ sich weder von den bissigen Gastgebern noch vom schwer bespielbaren Oberhaider Nebenplatz oder der aufgeheizten Atmosphäre aus dem Konzept bringen. Vielmehr verdienten sich die Christl-Schützlinge den Auswärtsdreier mit einer disziplinierten und in der zweiten Halbzeit auch spielerisch überzeugenden Leistung. Coburg hat damit weitere Punkte zwischen sich und Tabellenplatz 3 gelegt und bleibt in Sichtweite zu Spitzenreiter Bamberg.
Nach einer kurzen Anfangsoffensive überließ Oberhaid dem FCC den Ball und beschränkte sich auf wenige, allesamt über ihren Topscorer Marcel Kutzelmann gesetzte Nadelstiche. Echte Torgefahr für das Coburger Gehäuse entstand dabei jedoch nicht. Auf der anderen Seite kamen die Vestekicker nur schwer in die Partie und wurden von den Gastgebern zu ungewöhnlich vielen langen Bällen gezwungen. Die Führung für Coburg lag gleichwohl dreimal in der Luft: Lukas Moserts Flugkopfball strich am langen Pfosten vorbei (24.) und Davide Dilauro scheiterte zweimal über links am Heimkeeper (28.) sowie am Außennetz (37.).
Sofort nach dem Seitenwechsel nahm die Partie richtig Fahrt auf: Der nicht vom Ball zu trennende Kutzelmann tankte sich durch, hob das Leder über Churilov, aber auch am Kasten vorbei (47.). Der FCC hatte durch Mosert aus sechs Metern (50.) sowie Sams Kopfball (59.) Gelegenheiten. Knackpunkt des Spiels waren dann die folgenden drei Minuten: Fabian Carl legte nach furiosem Flankenlauf perfekt zur Mitte, wo Daniel Sam nur noch zum 1:0, seinem ersten Saisontor, einschieben musste (60.).
Fast im Gegenzug verweigerte Schiedsrichter Engelhardt den Gastgebern zu Recht einen Elfer. Das folgende Durcheinander führte zu Platzverweisen für Oberhaids Roppelt und Coburgs Ersatzspieler Gökhan Sener. Mit Vorsprung und Überzahl im Rücken war der FCC eindeutig Chef im Ring und nach Moserts "Tor des Jahres" in Minute 70 auch endgültiger Sieger: Wieder war Carl über rechts nicht zu bremsen - seinen halbhohen Rückpass beförderte Coburgs Knipser mit der Hacke aus 16 Metern unhaltbar zum 2:0 in die Maschen.
Uneingeschränkt positiv war das Fazit von FCC-Trainer Christl: "Ich bin mit der Art und Weise glücklich, wie wir uns hier unter schwierigen Bedingungen durchgesetzt haben. Meine Jungs haben das heute mit der nötigen Geduld und großem Willen für sich entschieden." hg
SV Bosporus Coburg -
SV Würgau 3:1 (2:1)

Genau in den richtigen Momenten erzielten die Gastgeber ihre Tore in diesem für sie so wichtigen Duell gegen den Tabellenletzten. Sedat Celik traf bereits nach zwei Minuten und sorgte damit für eine gewisse Sicherheit im Spiel der Platzherren. Doch der Gegner zeigte sich wenig geschockt und wollte die sich bietende, wohl letzte Chance im Abstiegskampf nutzen.
Frech und unbekümmert drängten sie auf schwer bespielbarem Grund auf den Ausgleich und hatten Erfolg: Nach Vorarbeit von Michael Raub traf André Schubert nach gut einer Viertelstunde zum 1:1. Danach entwickelte sich eine kampfbetonte Partie ohne zwingende Chancen. Als sich die wenigen Zuschauer schon mit einem Remis zur Pause abgefunden hatten, traf Erhan Gezici kurz vor dem Pausenpfiff zur erneuten Führung.
Als Bosporus Bester, nämlich Antreiber Sedat Celik, nur sieben Minuten nach Wiederbeginn auf 3:1 erhöhte, war eine gewisse Vorentscheidung bereits gefallen. Die Gäste hatten nicht die spielerischen Möglichkeiten, um die nun recht sattelfest wirkende Bosporus-Hintermannschaft in Gefahr zu bringen. Im Gegenteil: Die Platzherren hätten in der Schlussphase bei zwei guten Gelegenheiten (78., 85.) das Ergebnis noch deutlich höher gestalten können. ct
FC Mitwitz -
TSV Meeder 5:2 (3:1)

In den ersten 20 Minuten waren die Gäste die aktivere Mannschaft, während Mitwitz wenig Zugriff auf das Spiel hatte. In der 25. Minute steckte Riedel im Strafraum auf Mayer durch, dessen Ballannahme durch ein Handspiel verhindert wurde. Den Strafstoß verwandelte Lukas Riedel zur Führung. Zehn Minuten später erzielte Tim Knoch aus einem Gewühl heraus das 1:1. In der 42. Minute brachte Riedel nach einem abgeblockten Schuss von Hofmann seine Farben wieder mit 2:1 in Front. Eine Minute vor der Halbzeit sahen die knapp 250 Zuschauer das Tor des Tages, als ein Befreiungsschlag von Engel noch in der eigenen Hälfte von Schülein angenommen wurde, der pfeilschnell durchstartete und nach einem Alleingang über das halbe Spielfeld zum 3:1 einnetzte.
Nach dem Wechsel gab der FCM weiter Vollgas. Bereits in der 51. Minute fiel mit dem 4:1 die Vorentscheidung. Nach einer Balleroberung von Max Mayer im Mittelfeld kam der Ball zu Maurer, der Schülein bediente, welcher wiederum das Leder eiskalt verwandelte. Die Meederer gaben jedoch niemals auf und verkürzten durch einen schönen Heber von Kolja Wunsch auf 2:4 (77.). Vier Minuten später besorgte Christoph Müller das 5:2 nach einem Freistoß von Wrzyciel, der von Christoph Müller verlängert wurde. ct