Lena Kuhrau vom TV Ketschendorf hat sich bei den deutschen Meisterschaften im Gerätturnen in der Altersklasse 12 äußerst wacker geschlagen. Schon die Qualifikation stellt für die jungen Turnerinnen hohe Anforderungen, so dass alleine die Teilnahme einen großen Erfolg darstellt. Viele Konkurrentinnen der Ketschendorferin trainieren unter besten Bedingungen in den großen Leistungszentren des Landes, wie Stuttgart oder Chemnitz. Unter diesen Voraussetzungen galt es für Kuhrau, sich in diesem Feld zu behaupten und einen stabilen Wettkampf zu zeigen.
Kuhrau startete am Sprung. Trotz weniger Trainingssprüngen konnte sie einen sicheren "Tsukahara" (Überschlag seitwärts mit einer Vierteldrehung und Salto rückwärts gehockt) in den Stand turnen. Weiter ging es am Stufenbarren - erfahrungsgemäß das Gerät, wo sich die deutlichsten Unterschiede im Leistungsstand der Turnerinnen offenbaren. Auch hier überzeugte die Ketschendorferin mit einer relativ einfachen, dafür aber sicheren Übung. Am Zittergerät Schwebebalken kam Kuhrau gut in ihre Übung, musste dann aber doch bei ihrer "Akroserie-Mennichelli-Salto rückwärts gebückt" einen Sturz hinnehmen. Am Boden zeigte sie zum Abschluss eine sichere Übung mit 1,5-Schrauben, Schraube rückwärts und Strecksalto vorwärts.
Mit diesem guten Wettkampf platzierte sich Kuhrau unter Deutschlands besten Nachwuchsturnerinnen als Zehnte. Ein großer Erfolg für die Nachwuchsturnerin und ihre Trainerin Kerstin Stammberger. Groß war die Freude, als bekannt wurde, dass sie sich mit ihrem Sprung für das Einzelfinale an diesem Gerät qualifizierte. Im Finaldurchgang am nächsten Tag ging Kuhrau noch einmal voll konzentriert in den Wettkampf. Gleich als erste Turnerin eröffnete sie das Sprungfinale ihrer Altersklasse. Es gelangen ihr zwei sichere Versuche in den Stand. Mit Platz 5 bestätigte sie ihre Vorleistung aus dem Mehrkampf. Der komplette Wettkampf ist als Video unter www.sportdeutschland.tv abrufbar. ks