Der VfL Frohnlach zeigte zwar eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum letzten Heimspiel, verlor aber trotzdem unglücklich gegen den TSV Großbardorf. Unglücklich deshalb, weil die biederen Gäste in der 3. Minute der Nachspielzeit noch zum nicht mehr für möglich gehaltenen 1:0-Siegtreffer kamen.
Die gut 200 Zuschauer im Willi-Schillig-Stadion sahen eine flotte und unterhaltsame Partie, die natürlich in erster Linie von der Spannung lebte. Einige sprachen sogar von der bisher besten Saisonleistung der Braungardt-Schützlinge, doch Frohnlachs "Altmeister" Charly Zapf stellte nach dem Schlusspfiff treffend fest: "So ist er halt, der Fußball. Wer seine Chancen nicht nutzt, wird am Ende bitter bestraft" - wie recht der Ex-Regisseur und Trainer doch hatte.
Das Spiel begann turbulent, denn bereits nach zwei Minuten sah Burkhard bei seinem ersten Foul die Gelbe Karte. Kurz darauf vergab Tevin McCullough die große Chance zum Führungstor, als er nach einem Querschläger in der Großbardorfer Abwehr alleine auf den Torwart zulief.
Anstatt den rund 14 Meter vor seinem Tor stehenden Schlussmann zu überlupfen, scheiterte der Youngster an seinen eigenen Nerven (6.). Glück hatte der spätere "Matchwinner" Piecha, als er nach rüdem Einsteigen gegen Teuchert nach einer Viertelstunde nur die Gelbe Karte sah (15.).
Nach dieser turbulenten Anfangsviertelstunde bekam der VfL die Partie in den Griff. Zwar hatte Stahl die Chance zum 0:1 (19.), als ein Frohnlacher Verteidiger in höchster Not zur Ecke klärte, doch insgesamt zeigten die "Blau-Weißen" das gefälligere Spiel.
Auch erwies sich McCullough als ständiger Unruheherd in vorderster Front, machte jedoch aus zwei verheißungsvollen Möglichkeiten zu wenig. Großbardorf hatte seine stärkste Phase kurz vor der Pause, ohne dabei jedoch Kapital zu schlagen.
Auch nach der Pause trat der VfL weiter mutig und engagiert auf, sodass die Gäste viel Mühe hatten, ihren Kasten sauber zu halten. Wer weiß, wie die Partie gelaufen wäre, wenn McCullough nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff nicht im letzten Moment abgeblockt worden wäre. Die Großbardorfer riskierten dagegen lange Zeit nichts, kurioserweise aber in der Schlussphase als sie aufgrund einer Ampelkarte ein Mann weniger waren, kamen sie zu zwei Chancen. Bei der ersten war Torwart Hempfling auf dem Posten, doch mit der letzten Aktion des Spiels ging der Plan des Favoriten zum Entsetzen des VfL doch auf.

Braungardt tief enttäuscht

Frohnlachs Trainer Stefan Braungardt konnte diese bittere Niederlage kaum in Worte fassen und brach sein Statement nach wenigen Sätzen ab. Er meinte allerdings , dass dies eine Niederlage ist, die auch Mut macht. Der Großbardorfer Trainer sprach von einem glücklichen Sieg: "Ich kann das so kurz nach dem Schlusspfiff noch gar nicht richtig erklären."