CoburgDer HSC 2000 Coburg hat die Erwartungen im Heimspiel gegen die HSG Hanau in keiner Weise erfüllt. Die Truppe von Trainer Martin Röhrig fand über die gesamten 60 Minuten keine Linie und kam gegen die HSG Hanau mit 20:33 unter die Räder. Wenn sich an der Einstellung der Coburger nichts ändert, dürfte es schwierig werden, die Klasse der 3. Liga zu halten. Erschwerend kommt hinzu, dass die Konkurrenz im Abstiegskampf ihre Hausaufgaben erledigt. Schlusslicht TV Gelnhausen fertigte Germania Großsachsen mit 33:25 ab.

An der Tabellenspitze hat Primus TV Großwallstadt einen Riesenschritt Richtung 2. Liga gemacht. Zwei Sekunden vor Spielende gelang den Unterfranken der 26:25-Siegtreffer gegen die SG Leutershauen, die auf Rang 4 hinter die HSG Hanau zurückgefallen ist. Der HC Erlangen II musste beim 28:28-Remis bei HSG Rodgau Nieder-Roden einen Zähler abgeben, ist aber mit vier Zählern Vorsprung weiter souveräner Zweiter. SV Anhalt Bernburg ließ dem Northeimer HC beim 37:24-Heimsieg keine Chance. Das Duell zwischen Eintracht Baunatal und HC Magdeburg II endete 25:25.

HSC 2000 Coburg II -
HSG Hanau 20:33 (10:17)

Zum zweiten Mal in Folge haben die Coburger ein Spiel mit 13 Toren Differenz verloren. Aber im Gegensatz zur Partie in Großwallstadt, in der die Coburger mit großem Willen um ein besseres Ergebnis kämpften, war dies am Samstagnachmittag gegen die HSG Hanau mit zunehmender Spieldauer etwas anders. Zumindest in der ersten Halbzeit durften die wenigen HSC-Fans noch etwas hoffen, denn bis auf zu viele Ballverluste präsentierten sich die Coburger zumindest ordentlich. (8:12, 23.). Der sehr aufmerksame HSC-Torhüter Tim Titze hielt seine Vorderleute mit einigen Paraden noch im Spiel.


HSC baut sukzessive ab

Das Auslassen einiger Möglichkeiten sorgte aber dafür, dass sich die Gäste Ende des ersten Abschnitts immer weiter absetzten. Coburg fehlte der Druck gegen das sehr konsequente Abwehrverhalten der Hanauer, fand kaum eine Lücke und lag bei Seitenwechsel bereits mit sieben Treffern im Rückstand. In der zweiten Halbzeit wurde es nicht besser für die Röhrig-Schützlinge, denn die Coburger fanden nach dem 11:17 durch Nikola Franke im Angriff einfach keine Lücken in der HSG-Deckung. Mit Eins-gegen-eins-Aktionen war den Hessen nicht beizukommen, und im Gegensatz zu den Coburgern verstanden es die Gäste, den Ball im Angriff laufen zu lassen und geduldig auf Möglichkeiten zu warten. Die Niederlage fiel aufgrund des fehlenden Einsatzes auch in der Höhe verdient aus, zum ersten Mal in dieser Saison verließen die HSC-Akteure das Feld der HUK-Arena mit gesenktem Kopf.


Stimmen zum Spiel

Martin Röhrig (Trainer HSC Coburg II): "Es war von unserer Seite aus ein bodenlos schlechtes Spiel, völlig ohne Emotionen und ohne, dass wir etwas dagegengesetzt haben. Man muss der Ehrlichkeit halber sagen, wenn wir uns weiter so präsentieren, werden wir ein Riesenproblem bekommen, aber das haben wir ja jetzt schon."

Andreas Wolf (HSC-Spieler): "Es ist schwer dafür Worte zu finden. Eigentlich hatten wir uns viel vorgenommen, haben davon aber leider gar nichts umgesetzt. Im Timing hat überhaupt nichts gepasst, hinten und vorne haben wir jeweils gepennt. Mir fehlen ehrlich gesagt die Worte und eine Erklärung für die Niederlage. Nächste Woche spielen wir in Gelnhausen, da wird es ganz wichtig, dass wir die nächsten Tage konzentriert trainieren."



Die Statistik


HSC 2000 Coburg II: Tim Titze, Patryk Foluszny; Marvin Munoz, Nikola Franke (4), Jannik Merkwirth, Lukas Dude (1), Benedikt Kellner (5/2), Patrick Pernet (1), Maximilian Drude (3), Jakob Knauer (1), Dominik Bühler, Kenny Schramm (4), Andreas Wolf (1)
SR: Patrick Arndt / Andre Schwieder
Zuschauer: 95
Siebenmeter: 5/2 - 8/4
Zeitstrafen: 4 - 5