Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen zwischen dem TTC Wöschbach und dem TTC Wohlbach in der 3. Tischtennis-Bundesliga Süd: Zwischenzeitlich sah es sogar nach einem Wohlbacher Erfolg beim Favoriten aus. Am Ende gab es ein gerechtes 5:5-Unentschieden. TTC Wöschbach - TTC Wohlbach 5:5

Eine kleine Überraschung gab es gleich zum Auftakt: Das Wohlbacher Doppel Richard Vyborny und Michael Benes gewann gegen Yong Fu und Marlon Spieß. Das tschechische Duo brauchte nur den ersten Satz, um sich auf ihre Gegner einzustellen. Grozdan Grozdanov und Yevgenij Christ hatten allerdings gegen Ilya Shamin und Dmitry Zakharov das Nachsehen. Sie kamen mit dem giftigen Spiel der beiden Russen einfach nicht zurecht. Die erste Einzelrunde brachte Wohlbach dann die 3:1-Führung zur Pause. Benes landete gegen die Nummer 1 der Hausherren, den Chinesen Fu, einen glatten 3:0-Sieg. Seine "Flips" und seine schnellen Vorhand- und Rückhand-Topspins brachten seinen Gegner zur Verzweiflung. Vyborny musste all seine Routine aufbieten, um Shamin in einem hochklassigen Spiel im Entscheidungssatz zu besiegen. Die Führung der Gäste hielt aber nicht lange.

Christ gegen Zahkarov und Grozdanov gegen Spieß mussten sich jeweils geschlagen geben. Beide unterlagen in ganz knappen Sätzen. Beim Zwischenstand von 3:3 war das vordere Paarkreuz an der Reihe und die Wohlbacher waren kurz davor, mit 5:3 in Führung zu gehen. Der starke Benes knackte auch Shamin. Der Tscheche musste zwar den ersten Satz abgeben, aber in den folgenden Sätzen hatte er in einem extrem schnellen Spiel die Nase vorne und beherrschte seinen Gegner nach Belieben. Parallel kämpfte Vyborny gegen Fu und ging nach drei Sätzen mit 2:1 in Führung. Doch der Chinese wehrte sich mit aller Macht gegen die drohende Niederlage und gewann den vierten Satz. Im fünften Durchgang lag Vyborny beim 5:4 vorne, doch Fu riskierte alles und hatte auch das notwendige Glück, dass die entscheidenden Bälle auf die Platte kamen.

Hochspannung herrschte beim 4:4 vor den beiden letzten Einzeln des hinteren Paarkreuzes. Christ lag gegen den an diesem Tag unheimlich stark spielenden Spieß schon 0:2 hinten. Grozdanov kämpfte verbissen und konnte zum 1:1 ausgleichen. Der dritte Satz ging dann mit 7:11 verloren. Im vierten lag er dann 8:10 hinten, aber konnte zwischenzeitlich ausgleichen. Dann verließ Grozdanov aber das Glück und er verlor 12:14.

Christ stellt Taktik um

Jetzt lag es an Christ, ob die Wohlbacher mit leeren Händen oder mit einem Punkt die Heimreise antreten. Christ reagierte nach zwei verlorenen Sätzen und stellte sein Spiel um. Er spielte seine Returns weicher, sein Gegner konnte nicht mehr so knallhart kontern. Mit dieser Taktik schaffte Christ den Satzausgleich.

Obwohl die Halle tobte, ließ sich der Wohlbacher nicht aus dem Konzept bringen und brachte mit all seiner Routine den fünften Satz (11:5) durch und sicherte seiner Mannschaft das verdiente Unentschieden.

BF Damm-Aschaffenburg - PSV Franken 6031:5893

Emmerich Blahut - Michael Moosburger 1019:1058 Patrick Lebert - Michael Lohrer 1069: 998 Christoph Zöller - Jürgen Bieberbach 1012:975 Patrick Fischer - Dietmar Gäbelein 1040:1013 Sven Fornoff - Sascha Hammer 935:891 Theo Spannenberger - Thorsten Kockmann 956:952 Volle: 3942:3805 - Abräumen: 2089:2088 - Fehler: 22:22